Von Walter Mehl - 25.09.2007, 12:56

Tecco Print 1.7

Komplettes Farbmanagement von der Kamera über den Monitor bis zum Drucker bedeutet Arbeit und ein solides Technikwissen. Der Druckertreiber Tecco Print soll vor allem den Arbeitsaufwand kräftig reduzieren, aber trotzdem hochwertige Druckergebnisse für die Bilder garantieren, die von Digitalkameras stammen.
Man nehme ein Bild, drucke es aus und halte kurze Zeit später ein ziemlich realistisches Abbild in den Händen. Was einfach klingt, ist es in Wirklichkeit nicht, weil ein Bild – beispielsweise von einer Digitalkamera – auf dem Weg zum Drucker viele Stationen durchläuft, an denen Soft- oder Hardware die Farbwerte des Bildes interpretiert. Ganz zu schweigen davon, dass die Farben am Monitor additiv (aus den Grundfarben Rot, Grün und Blau) gemischt werden, im Drucker aber subtraktiv (aus den Grundfarben Cyan, Magenta, Gelb und Schwarz).

Viele Vorbedingungen

Der Papierhersteller Tecco bietet die Hilfssoftware Tecco Print an, die alle Probleme – soweit möglich – umgeht, so dass die farbtreue Wiedergabe von RGB-Bildern gelingen soll. Allerdings muss man eine ganze Reihe von Vorbedingungen erfüllen: Tecco Print ist speziell für die Druckausgabe von Photoshop konzipiert. Andere Software lässt sich nutzen, allerdings sollte man darauf achten, dass sich dort jede Art von Farbmanagement abschalten lässt. Tecco Print liefert nur dann hochwertige Resultate, wenn man Papier von Tecco in den Drucker legt und im Drucker die Originaltinte des Herstellers verwendet. Außerdem funktioniert Tecco Print nur mit einer geringen Zahl von Tintenstrahldruckern, die nicht billig sind: Die günstigsten Modelle stammen von Epson (Stylus Photo R2400) und HP (Photosmart B9180); ihr Preis liegt bei jeweils etwa 700 Euro. Letzte Hürde ist, dass selbst bei passendem Drucker nicht alle Tecco-Papiere nutzbar sind – Fotokünstler, die mit einem bestimmten Drucker und einem bestimmten Papier arbeiten wollen, sollten vorab mit Tecco klären, ob diese Kombination unterstützt wird.
Stimmen die Voraussetzungen, steht dem Fotodruck mit Tecco Print wenig im Wege: In Photoshop schaltet man das Farbmanagement ab, öffnet das Bild (für optimale Ergebnisse sollte das Bild im RGB-Farbmodell gespeichert sein, was auf alle Bilder von Digitalkameras zutrifft) und druckt es über den Tecco-Drucker (der im Fenster „Drucken“ von Mac-OS X sichtbar ist) aus. In Tecco Print wählt man lediglich das verwendete Papier aus.
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