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2XL Supercross im Test: iPhone-Motocross

21.04.2009 | 16:43 Uhr |

Waghalsige Sprünge, spannende Rennen und knatternde Motoren. Mit Supercross haben die Experten von 2XL. die bereits für die Playstation und XBox entwickelten, an ein iPhone-Spiel gewagt.

2XL Supercross bringt die US-Motocross-Serie auf das iPhone. Die Entwickler von 2XL sind Experten für dieses Genre und haben bereits Spiele wie "Motocross Madness" oder "MX Unleashed" entwickelt. Dies merkt man Supercross sofort an. Es ist keine halbherzige iPhone-Umsetzung, sondern ein ambitionierter Versuch, Grafik und Anspruch eines Konsolenspiels auf Apples Smartphone zu transportieren.

Auf den ersten Blick hat dies gut funktioniert. Die Spielgrafik ist herausragend und zeigt was auf dem iPhone möglich ist. Die restliche Präsentation von Supercross ist ebenfalls positiv. Die Menüs sind ansprechend gestaltet die Menü-Musik überzeugt ebenfalls. Der Spieler hat die Möglichkeit, mehrere Profile anzulegen, in denen Optionen wie die Steuerung und Bestzeiten gespeichert sind.

Viel Umfang und wenig Abwechslung

Auf insgesamt 13 Kursen kann man trainieren, gegen die Uhr fahren oder sich mit Computergegnern messen. Einen Liga- oder Wettbewerbsmodus gibt es leider nicht. Allerdings muss man einen Großteil der Strecken erst mit Siegen freischalten. Bei Supercross stehen drei verschiedene Motorradklassen und mehrere Fahrer zur Auswahl. Dazu kann der Spieler noch den Schwierigkeitsgrad wählen.

Das Spiel selbst ähnelt den Vorbildern von den Spielkonsolen sehr. Auf buckeligen Cross-Pisten gilt es, so schnell wie möglich vorwärts zu kommen. Sprünge müssen so genommen werden, dass sie den Vortrieb möglichst wenig bremsen. Der Fahrer kann dafür sein Gewicht verlagern, um möglichst weich zu landen. Zusätzlich kann man das Motorrad vor dem Absprung in die Federn drücken und wieder loslassen, um noch etwas weiter zu fliegen. Inhaltlich gibt es demnach kaum Unterschiede zu den großen Konsolenversionen. Die Steuerung ist annehmbar umgesetzt. Es gibt mehrere Alternativen, uns gefällt die mit dem virtuellen Joystick am besten.

Leider bleibt es nicht bei diesem positiven Fazit. Supercross hat neben den brilianten Seiten auch einige Minuspunkte. Technische Mängel sorgen für deutliche Punktabzüge. So stürzt das Spiel auf unserem iPhone der ersten Generation ständig ab. Auf einem iPod Touch G2 läuft es, aber auch hier gibt es Probleme. Bugs durchziehen das Spiel. So bleibt der Bildschirm schwarz, nachdem der iPod während eines pausierten Spiels den Bildschirm gesperrt hatte. Ein anderes Mal fahren wir unter einem Sprunghügel durch und bleiben dort stecken.

Ärgerliche Bugs in einem sonst so aufwändigen Spiel. Schade jedoch, dass es an manchen Stellen noch an der letzten Konsequenz mangelt. So gibt es mit einem Rückwärtssalto und dem Quersteher in der Luft zwar zwei Tricks, leider gibt es jedoch weder Extrapunkte dafür noch einen Stuntmodus. Wir bedauern auch den fehlenden Liga-Modus, der sicherlich noch mehr Langzeitmotivation gebracht hätte.

Verschenktes Potenzial

Stürze gehören hier zum Alltag.
Vergrößern Stürze gehören hier zum Alltag.

So bietet Supercross ein enormes Potenzial; Grafik und Spielmechanik sind eindrucksvoll - schwächelt aber in den Details der Umsetzung. Bugs und die etwas kurz geratene Abwechslung dämpfen die Spielfreude. Mit einem gründlichen Update könnten die Entwickler von 2XL ihr Supercross bei den iPhone-Spielen jedoch ganz weit nach vorne katapultieren.

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