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Cinema 4D 11.5

15.09.2009 | 13:44 Uhr |

Zwischen jedem großen Release von Cinema 4D bringt Maxon in schöner Regelmäßigkeit mit einem halben Versionsschritt neue Funktionen und Verbesserungen in seine 3D-Software ein. Wir schauen uns die Version 11.5 genauer an.

Maxon Cinema 4D 11.5
Vergrößern Maxon Cinema 4D 11.5

Die spektakulärsten Neuerungen blieben dem Motion-Graphics-Modul Mo Graph vorbehalten. In der Version 2 bietet es dynamische Physik-Simulationen mit Kollisionen und Kräften sowie mit Mo Splines und Poly FX auch neue Objekte für Spezialeffekte. Während bereits Cinema 4D 11 als native Cocoa-Anwendung verfügbar war und 64-Bit-Unterstützung für Mac-OS X bot, ist Version 11.5 nun voll zu Mac-OS X 10.6 Snow Leopard kompatibel.

Workflow und Animation

Von den Umstellungen in Cinema 4D 11.5 sind in erster Linie das Rendering und die Ausgabe betroffen. Trotzdem wurde an vielen Stellen im Programm nachgelegt, um das Arbeiten einfacher und intuitiver zu machen.

Dazu gehört beispielsweise, dass die Pfeiltasten nun in Parameter-Feldern funktionieren und die Werte in 1er- bzw. 10er-Schritten (mit Umschalttaste) erhöhen und reduzieren. Um schneller zum gewünschten Parameter zu gelangen, lässt sich ein Filter einblenden, der die Parameter begrifflich aussortiert. Im Editor genügt ein Doppelklick auf den Rand eines Managers um die Platzverhältnisse gleichmäßig aufzuteilen. Der Vollbildmodus ist nun auch in Paletten, Managern und Gruppenfenstern möglich.

Endlich wurden auch die Dokument-Voreinstellungen in den Attribute-Manager eingebracht. Zusätzlich geben sie jetzt unter anderem Auskunft über Erstellungs- und Speicherdatum, die Dateiversion, den Autor und allgemeine Informationen an andere Anwender weiter.

Im Bereich Modelling gibt es neben der bekannten Verbinden-Funktion die erweiterte Version "Verbinden + Löschen", welche die Ausgangsobjekte nach erledigter Arbeit entsorgt. Die Funktion selbst arbeitet intelligenter als zuvor. Die an den Objekten befindlichen Polygonselektionen und Textur-Tags werden weitestgehend zusammenfasst und reduziert.

Im Material-Manager gestaltet sich das Ersetzen von Materialien wesentlich einfacher. Dazu zieht man das gewünschte neue Material mit gedrückt gehaltener ALT-Taste auf das zu ersetzende Material. Hält man zusätzlich noch die CTRL-Taste gedrückt, wird das Material durch eine Kopie des neuen Materials ersetzt.

Für die Animation von Parametern hat sich die Kombination Animationspalette und Attribute-Manager bewährt. Weiterhin signalisiert ein roter Punkt respektive Kreis vor dem animierten Parameter das Vorhandensein eines Keyframes beziehungsweise einer Animationsspur am aktuellen Zeitpunkt. Neu hinzugekommen ist ein gelber Punkt, der geänderte, aber nicht gespeicherte Parameter am Keyframe meldet, sowie ein gelber Kreis, der eine Animationsspur markiert, zu der der am Parameter anliegende Wert nicht mehr passt.

Im Motionquellen-Bereich des nicht-linearen Motionsystems kann man eine im Objekt-Manager nach dem Erstellen eines Motion-Clips geänderte Objekt-Hierarchie korrigieren und angleichen. Dem Partikelsystem in Cinema 4D kommen die neuen Dynamics-Funktionen in Mo Graph zu Gute, da sich das Modul aus dem Bausatz des Standard-Partikelsystems bedient. Bei allen Partikel-Modifikatoren wurden die Abnahmefunktionen erweitert, sowie bei Wind und Turbulenz die Noise-Optionen ausgebaut.

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