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RAID-Gehäuse

Test 4x-RAID-Gehäuse Akitio Thunder2 Quad

12.01.2015 | 17:35 Uhr |

Zu einem günstigen Preis erhält man mit dem Akitio Thunder2 Quad ein leistungsfähiges RAID-Gehäuse. Doch er muss ohne eigenen RAID-Controller auskommen.

Ein RAID-Gehäuse mit schnellem Thunderbolt 2-Anschluss und Platz für vier Laufwerke verspricht viel Leistung. Neben 3,5 Zoll Festplatten nehmen die Laufwerksrahmen des RAID-Gehäuses auch die 2,5 Zoll Größe auf, speziell für sehr schnelle SSD-RAIDs ist dies von Vorteil. Mit seinem schweren Vollmetallgehäuse und dem dicken 150-Watt-Netzteil wirkt das Thunder2 Quad robust. Das Netzteil hat nicht mehr in das Gehäuse gepasst und wird extern verkabelt. Damit man das Thunder2 Quad leicht tragen kann, hat Akitio einen stabilen Handgriff auf das Gehäuse konstruiert. Für den Transport oder auch für den Schutz liegt auch eine Tragetasche aus Stoff bei. Der Aufbau wird in der weitgehend bebilderte Anleitung beschrieben. Text gibt es nur für die Beschreibung der Status-LED, dem Anschluss am Rechner und dem Ein-/Ausschalten. Trotzdem ist sie gut verständlich.

Hinter dem Vollmetallgehäuse des Akitio Thunder2 Quad finden vier 3,5" bzw 2,5" Laufwerke Platz. Die Laufwerkhalterungen bestehen ebenso aus Metall.
Vergrößern Hinter dem Vollmetallgehäuse des Akitio Thunder2 Quad finden vier 3,5" bzw 2,5" Laufwerke Platz. Die Laufwerkhalterungen bestehen ebenso aus Metall.
© Akitio

Etwas unhandlicher Einbau

Etwas unglücklich gelöst ist das Öffnen der Frontklappe um an die Laufwerksrahmen zu kommen. Das gelingt nur mit viel Kraft, da die Klemmen der Klappe sehr fest einrasten. Zum entfernen der Laufwerksrahmen muss man zunächst eine große Schraube lösen, dann lässt sich der Rahmen aus dem Gehäuse ziehen. Die Vollmetallkonstruktion macht einen soliden und langlebigen Eindruck, die Laufwerke werden ganz Traditionell mit Schrauben befestigt.

Nützlich sind die zwei Thunderbolt 2-Anschlüsse. Leider ist der große Lüfter ungeregelt und so deutlich zu hören.
Vergrößern Nützlich sind die zwei Thunderbolt 2-Anschlüsse. Leider ist der große Lüfter ungeregelt und so deutlich zu hören.
© Akitio

Ohne eigenen RAID-Controller

Akitio verzichtet beim Thunder2 Quad auf einen eigenen RAID-Controller und setzt auf die Möglichkeiten des Festplattendienstprogramm von OS X. Eine englische Beschreibung auf der Homepage gibt weitere Informationen und Anleitungen. Die Leistungswerte können durchaus überzeugen. Zum Test haben wir schnelle M550 SSDs von Cruzial eingesetzt und messen als Einzellaufwerk standesgemäße 315 MB/s beim Schreiben und 339 MB/s beim Lesen. Bei einem RAID0 mit zwei SSDs sind es schon 559 MB/s bzw. 583 MB/s. Beeindruckend wird es dann mit einem 4fach SSD-RAID0, da kommt man schon auf rund 866 MB/s beziehungsweise 881 MB/s. Auch mit Festplatten sind die Datenraten wie erwartet: Bei unserer einfachen Test-Festplatte 126 MB/s, beziehungsweise 147 MB/s für Schreiben und Lesen. Ein RAID0 mit zwei Festplatten kommt dann schon auf 266 MB/s fürs Schreiben und 286 MB/s fürs Lesen.

Empfehlung Akitio Thunder2 Quad

Zu einem günstigen Preis erhält man mit dem Akitio Thunder2 Quad ein robustes RAID-Gehäuse mit guten Leistungswerten. Im täglichen Betrieb gab es keine Probleme und selbst als Bootlaufwerk funktionierte es tadellos. Einzig der Leistungsstarke ungeregelte Lüfter macht sich in direkter Nähe zum Arbeitsplatz unangenehm bemerkbar. Da hilft nur eine Verbannung unter den Schreibtisch.

Akitio, www.mag.de

Preis: € 400, CHF 480

-> Aktueller Preis bei Guenstiger.de und Amazon

Leistung (50%) 1,8

Ausstattung (20%) 1,8

Handhabung (20%) 1,5

Stromverbrauch/Ergonomie (10%) 1,5

Vorzüge: Sehr gute Datenrate, robustes Gehäuse, Thunderbolt-Kabel im Lieferumfang

Nachteile: Externes Netzteil, lauter Lüfter, kein eigener RAID-Controller

Leergehäuse für 4x 3,5“ bzw 2,5“ Speicher; Anschluss: 2x Thunderbolt 2; Stromverbrauch ohne Laufwerke: Ein 10,7 W, Standby W, Aus 0,1 W

Alternativen: Caldigit T3 RAID , OWC ThunderBay 4

1,7 Note: gut

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