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Test A3-Fotodrucker von Epson

04.04.2015 | 06:51 Uhr |

Der Epson Sure Color SC-P600 ist ein A3-Plus-Fotodrucker, der sich an anspruchsvolle Hobby-Fotografen richtet. Doch die Druckqualität befriedigt auch professionelle Fotografen, die nur gelegentlich Fotos ausdrucken.

Mit einer Stellfläche von 62 x 38 Zentimeter ist der neue A3+-Fotodrucker von Epson vergleichsweise kompakt. Anschluss finden Macs via USB, Ethernet und WLAN. Dank Airprint und Google Cloud Print sind auch mobile Geräte nicht ausgesperrt. Das Bedienfeld des Sure Color SC-P600 lässt sich erfreulicher Weise klappen. Neben normalen Tasten für die Standardfunktionen Ein/Aus sowie Menüführung bietet es auch ein sehr gut lesbares Touch-Display. Hierüber wird zum einen der Status des Druckers aber auch Funktionen wie die Medienzufuhr oder das automatische Einschalten gesteuert. Das ist ein echter Fortschritt.

Für anspruchsvolle Hobbyfotografen mit geringem bis mittleren Druckaufkommen ist der Sure Color SC-P600 eine Top Empfehlung.
Vergrößern Für anspruchsvolle Hobbyfotografen mit geringem bis mittleren Druckaufkommen ist der Sure Color SC-P600 eine Top Empfehlung.
© Epson

Kein Fortschritt ist hingegen die Einzelblattzuführung: Mit einem Druck auf den manuellen Papiereinzug wird dieser ausgefahren, dann Papier einlegen und auf dem Bedienfeld „Einlegen“ drücken. Jetzt wird das Papier eingezogen und man kann den Papiereinzug wieder hineindrücken. Dann wird gedruckt. Das geht zwar einfach, dauert aber unendlich lange. Vor allem wenn man ein Fine-Art-Buch mit 50 Seiten drucken möchte. Besonders ärgerlich kann es bei etwas unebenen Bögen werden, wie es leider bei Fine-Art-Papier schon mal vorkommen kann. Dann wird der Bogen nicht gerade eingezogen und der Drucker erkennt dies als Fehler. Hier hilft es nur, das Papier vor dem Druck glatt zu streichen. Mit einem Trick lässt sich das Problem aber umschiffen: Dazu erstellt man ein eigenes Profils auf Basis des Archival Matte und erhöht in den Druckeinstellungen die Papierdicke. Abgesehen von dieser kleinen Hürde gibt sich der SC-P600 keine Blöße in der Bedienung. Sehr informativ ist hier auch das ausführliche PDF-Handbuch .

Neue Tinten

Eines der wichtigsten Merkmale eines Fotodruckers für hohe Ansprüche ist die Tinte. Hier kann Epson mit der neuen Tintengeneration Ultra Chrome HD punkten, die Patronen fassen je 25,9 Milliliter. An der bewährten Anzahl von neun Farben hat sich nichts geändert, aber sie soll jetzt ein satteres Schwarz liefern. Epson gibt hier eine sehr gute Schwarzdichte von 2,86 an. Was sich zu seinen Vorgängern nicht geändert hat, ist das Spülen der Tintenleitungen beim Wechsel von mattem Schwarz zu glänzendem Schwarz. Zwar dauert der Wechsel von Glänzend zu Matt mit 1:30 Minuten und zurück mit 3:20 Minuten nicht sehr lange, aber es wird leider Tinte verbraucht. Man sollte sich dies also genau überlegen und entsprechend seine Druckaufträge planen. Für einen Hobbyfotografen sind die Druckkosten des SC-P600 noch wirtschaftlich. Wie bei seinem Vorrgänger, dem  Stylus Photo R3000, zahlt man rund 1000 Euro pro Liter. Im Vergleich kosten die Tinten des teureren Canon Pixma Pro 1 rund 900 Euro pro Liter.

Im Praxis-Einsatz

Im Praxis-Einsatz überzeugt der SC-P600 sowohl bei der Geschwindigkeit wie bei der Druckqualität. Wir haben dazu zwei große Fotobücher und unzählige Bilder in den Formaten A4 und A3+ auf mattem und glänzendem Papier gedruckt. Für einen A4-Druck benötigt er rund 1:45 Minuten und für ein Ausdruck auf A3+ rund 3:20 Minuten. Schwarzweiß-Drucke überzeugen mit einem phantastischen Schwarz und einer tadellosen Schattendurchzeichnung. Da ist gegenüber seinem Vorgänger Stylus Photo R3000 eine leichte Verbesserung feststellbar und schließt auf den teureren Canon Primus Pixma Pro-1 ( siehe unseren Test ) auf. Aber auch die ohnehin schon tadellosen Farbdrucke seines Vorgängers sind noch ein Spur besser geworden.

Empfehlung Epson Sure Color SC-P600

Der  Epson Sure Color SC-P600 ist gegenüber dem Vorgänger Stylus Photo R3000 an fast allen Ecken ein klein wenig besser geworden und auch angesichts des fairen Preises ein toller Fotodrucker für anspruchsvolle Fotografen. Die Bedienung bietet bis auf den umständlichen Einzelblatteinzug kein Anlass zur Kritik und der SC-P600 zeigt sich immer zuverlässig. Aus dem Stand gelingen farbintensive Drucke mit einer tadellosen Tonabstufung. Der Unterschied zur älteren Druckergeneration ist im direkten Vergleich erkennbar, aber nicht bei jedem Motiv auffällig. Somit empfiehlt sich der unkomplizierte SC-P600 in erster Linie für Neueinsteiger in den Fotodruck.

Epson, www.epson.de

Preis: € 770, CHF 803 -> Aktueller Preis bei billiger.de und Amazon

Leistung (50%) 1,1

Ausstattung (20%) 1,3

Handhabung (20%) 1,8

Stromverbrauch/Ergonomie (10%) 1,4

Vorzüge: Tadellose Druckqualität, exzellenter Schwarzweiß-Druck, sehr gute Bedienung, vielfältige Anschlüsse

Nachteile: Keine Verbrauchsmengenangabe, Startpatronen sehr klein

9-Farb Ultrachrome HD-Tintenset, 2 Grautinten, AirPrint, Google Cloud Print, USB-, Wi-Fi- und Ethernet, Papierformate: DIN A3+, DIN A3, DIN A4, DIN A5, DIN A6, Letter, Letter Legal, 9 x 13 cm, 10 x 15 cm, 13 x 18 cm, 13 x 20 cm, 20 x 25 cm, 100 x 148 mm, CD-Rohlinge, Rollenpapier, Stromverbrauch: Aus 0,7W, Ruhemodus 1,2W, Drucken 20W

Alternativen: Canon Pixma Pro 1

1,3 Note: sehr gut

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