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Test | Adobe Incopy

04.03.2005 | 14:26 Uhr |

Viele Redakteure und Schlusskorrektoren redigieren Umbrüche direkt in einem DTP-Programm. Viel komfortabler geht es in einem Texteditor, der mit dem Layoutdokument verknüpft ist.

Incopy ist ein Texteditor, der auf Elementen von Indesign CS aufbaut. So stehen beispielsweise dieselben Paletten für Schrift- und Absatzformate und für Stilvorlagen zur Verfügung, auch Tabellen erstellt und bearbeitet man wie in Indesign. Die Rechtschreibkontrolle und die Silbentrennung basieren ebenfalls auf der Technologie des Layoutprogramms. Zusätzlich gibt es in Incopy die Möglichkeit, Änderungen zu verfolgen, Notizen in den Text einzufügen, Textmakros für häufig verwendete Texte sowie einen Thesaurus, um nach Synonymen zu suchen. Die in Incopy erstellten Texte lassen sich in Indesign übernehmen, das Dateiformat basiert auf XML.

Brückenbildung

Für sich alleine gesehen ist Incopy zwar ein leistungsfähiger Texteditor, interessant wird das Programm aber erst durch die Verknüpfung mit Indesign CS. Während früher diese Anbindung nur von Drittherstellern zu bekommen war, liefert Adobe mit Incopy CS die Plug-ins für Indesign selbst mit. Dann wird aus dem Texteditor eine Anwendung, um Texte aus einem Indesign-Layout standgenau in Incopy zu redigieren und zu umbrechen. Dazu gibt der Layouter in Indesign die einzelnen Textabschnitte frei, wobei jeder unabhängige Textrahmen ein eigenständiger Textabschnitt ist. Autor oder Redakteur öffnen anschließend das Layout mit Incopy und checken die zu bearbeitenden Textabschnitte aus. Während der Bearbeitung sind die Textabschnitte für andere Incopy-Anwender sowie in Indesign gesperrt, bis sie wieder freigegeben werden. Der Layouter kann jedoch Änderungen an den Textrahmen vornehmen. Dass sich das Layout geändert hat, sieht man in Incopy nur an einem Symbol in der Textabschnittpalette und dem Dateinamen in der Titelleiste des Dokuments, eine Benachrichtigungsfunktion gibt es nicht.

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