Von Mike Schelhorn - 17.05.2010, 16:23

Test: Adobe Photoshop CS 5

Photoshop CS5

Adobe spendiert der Bildbearbeitung Photoshop CS5 viele sinnvolle Neurungen wie auch die längst überfällige Anpassung auf die aktuelle Mac-Systemarchitektur. Wir haben nun die finale Version testen können.
Die Neuprogrammierung von Photoshop CS5 unter Cocoa und für den 64-Bit-Betrieb hat sich gelohnt: Wir können deutliche Geschwindigkeitszuwächse verzeichnen. Anwender profitieren vom 64-Bit-Modus auch dann, wenn sie Photoshop mit weniger als 4 GB Arbeitsspeicherzuweisung ausführen. Unser komplexer Bench-Aktionsset (siehe Kasten Geschwindigkeitsvergleich) wird um über 20 Prozent schneller ausgeführt und der notorisch langsame Filter Selektiver Weichzeichner läuft mit 64-Bit-Photoshop gar über 45 Prozent schneller als mit dem Vorgänger Photoshop CS4.
Mit Arbeitsspeicherzuweisungen über 4 GB RAM wird Photoshop CS5 noch einmal einen Tick schneller, die Überwindung der bislang maximal möglichen Arbeitsspeicherzuweisung von 3072 MB RAM macht sich während der Arbeit deutlich bemerkbar. Wer Photoshop CS5 jedoch als 32-Bit-Applikation betreiben muss, etwa um vorhandene Dritthersteller-Plugins weiter betreiben zu können, dürfte gemäß unserer Messungen keinerlei Geschwindigkeitszuwachs feststellen. Ältere Macs mit Power-PC-Prozessor werden selbst im 32-Bit-Modus nicht mehr unterstützt. Photoshop CS5 für Mac ist eine reine Angelegenheit für Macs mit Intel-Prozessoren.
Neben der nun teils deutlich besseren Geschwindigkeit kann Photoshop CS5 diesmal mit einem Füllhorn an Neuerungen und Programmverbesserungen aufwarten, die sich quer durch alle Anwendungsbereiche von 3D über HDR bis Zoomfunktionen verteilen. Einen Schwerpunkt bilden Neuerungen für Retusche und Maskierung sowie neue Bildoptimierungen und -korrekturen für Fotografen.
Erstmals seit langem hat Photoshop auch Novitäten im Malbereich zu bieten. Die Programmoberfläche ändert sich im Wesentlichen nicht, doch sind Arbeitsbereiche jetzt direkt über die Programmleiste zugänglich und sind besser auf Anwenderbedürfnisse zu konfigurieren. Mit der Mini Bridge hält eine abgespeckte Version von Bridge Einzug in Photoshop. Manche werden dies nicht begrüßen, kostet dies doch wertvollen Monitorplatz. Jedoch lässt sich die Mini Bridge am unteren Filmrand wie ein Filmstreifen platzieren und dort auf ihre Titelleiste reduzieren. Eine schöne Funktion der Mini Bridge ist die Vollbildanzeige von Standbildern und sogar Videos auf Betätigen der Leertaste, außerdem unterstützt die Mini Bridge Drag-and-Drop in Photoshop- oder Indesign-Dokumenten. Ist die Mini Bridge aktiv, muss allerdings auch Bridge CS5 selber im Hintergrund laufen.
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