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Akvis Sketch 10 im Test – Bildbearbeitung für Spezialeffekte

16.01.2010 | 14:21 Uhr |

Fotos lassen sich mit Bleistift-, Kohle- oder Aquarell-Wirkung sich zwar auch mit Photoshop verfremden. Doch Akvis Sketch hat sich genau auf diese Aufgabe meisterlich spezialisiert.

Akvis Sketch wandelt Fotos in Zeichnungen oder Aquarellbilder um. Im Hauptfenster zeigt es dazu das geöffnete Bild an. Ein kleiner Rahmen, der nur begrenzt skalierbar ist, bietet eine Vorschau, indem man ihn über bestimmte Fotoausschnitte zieht, die sich dann in den geplanten Zeichen- oder Aquarellstil verwandeln. Mit der Werkzeugleiste links lässt sich etwa die Richtung der Schraffierung bestimmen oder der Radiergummi aktivieren. Rechts findet sich der Navigator zum schnellen Ansteuern von Bildausschnitten, ferner Schieberegler und Fenster, um Parameter wie die Stärke der "Wasserfarbe" oder Kolorierung einzugeben.

Hat man den Buntstift aktiviert, eröffnen sich weitere Einstelloptionen. Das Programm bietet mehrere voreingestellte Effekte. Ein Klick auf "Ergebnis" im Arbeitsfenster zeichnet das gestaltete Bild, das sich in diversen Formaten speichern lässt. Optional fügt man Text hinzu, der freilich nicht völlig frei auf dem Bild positionierbar ist. Richtig interessant wird es mit dem Schalter "Hintergrund", bei dem sich zusätzlich die Modi "Zeichnung & Foto" sowie "Zeichnung und Unschärfe" auswählen lassen. Hiermit kann man mit blauem und rotem Stift Bereiche des Bildes markieren, die verändert werden - zum Beispiel als Aquarell oder verwischt erscheinen - und solche, die im ursprünglichen Zustand bleiben sollen. Dadurch erreicht man besondere Effekte, wie das Hervorheben aussagekräftiger Bildausschnitte.

Sketch kann seine Windows-Herkunft nicht verbergen, die Ergebnisse sind allerdings gut.
Vergrößern Sketch kann seine Windows-Herkunft nicht verbergen, die Ergebnisse sind allerdings gut.

Das klappt zwar ganz einfach, allerdings ist der Pinsel recht grob, so dass für das gewünschte Resultat genaue Malarbeit erforderlich ist. Nutzt man Akvis Sketch als Plug-in zum Beispiel in Photoshop , kann man über die Funktion "Stapelverarbeitung" komplette Videos etwa von Digitalkameras mit den Programm-Effekten versehen - das allerdings gestaltet sich ziemlich aufwändig und langwierig. Der Öffnen-Dialog von Sketch wirkt optisch besonders "Windows-lastig", je nach Einstellung für die Sortierung und die Vorschau bringen wir das Programm damit sogar zum Absturz.

Empfehlung

Akvis Sketch könnte eine bessere Vorschau und ein schickeres Aussehen bieten sowie mehr Funktionen für sein Geld. Aber auch so erfüllt es seinen Zweck ordentlich und weitgehend intuitiv. Als Plug-in bietet es mehr Möglichkeiten.

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