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Apple Xserve im Test

20.10.2009 | 13:01 Uhr |

iPhone, iPod, Macbook oder Mac Pro - vieles fällt einem beim Stichwort Apple ein, die wenigsten denken an Server. Doch mit dem Xserve bietet der Mac-Hersteller einen hochmodernen Rack-Server mit Xeon-5500-CPUs an. Wir zeigen, ob sich hinter der gebürsteten Alu-Frontblende mehr als nur Blendwerk verbirgt.

Der 19-Zoll-Rack-Server im 1U-Formfaktor bietet Platz für bis zu zwei Intel Xeon-CPUs mit entsprechendem Unterbau. Wie nahezu alle Produkte von Apple fällt auch dieser Server durch sein außergewöhnliches Design auf. So sticht besonders die schlichte und elegante Frontpartie des Gerätes im gebürsteten Aluminium-Look ins Auge.

Apple Xserve 2,26 GHz

Edel-Server mit Schwächen in der Leistung und im Stromverbrauch

Apple

Preis: € 5920, CHF 8590

Note: 2,5 befriedigend

Leistung (40 %) 2,4

Ausstattung (20 %) 1,6

Handhabung (20 %) 1,5

Ergonomie (20 %) 4,4

+ Flaches aber dennoch geräumiges Gehäuse

- Lüfter nicht Hotplug-fähig, zu hoher Stromverbrauch im Leerlauf, benötigt einen Mac-Client zur Administration.

Alternative: Server aus dem PC/Linux-Bereich

www.apple.de

Details über die Hardware des Apple Xserve

Der 19-Zoll Rack-Server wiegt zirka 18 Kilogramm und ist in einem 1HE-Gehäuseformat mit den Abmessungen 44,7 x 76,2 x 4,4 Zentimeter untergebracht. Damit ist das System um etwa zehn Zentimeter länger als die Standardserver in diesem Formfaktor. Das kann durchaus zu Platzproblemen in einem Serverschrank führen. Alllerdings bietet der Server mehr Platz im Inneren, so dass zwei PCI-Express-x16-Steckkarten in voller Bauhöhe passen.

Prozessorleistung, Laufwerke, Schnittstelle und Co

Die für den Server benötigte Rechenleistung bezieht das System aus zwei Quad-Core-Xeon-Prozessoren E5520 mit 2,26 Gigahertz und jeweils acht Megabyte L3-Cache einschließlich 5520-Chipsatz und zwölf Gigabyte Hauptspeicher. Die sechs mal zwei Gigabyte fassenden DIMM-Module arbeiten mit 1066 MHz Taktfrequenz (PC3 8500) nach dem DDR3-Standard inklusive ECC.

Für die Erweiterbarkeit mit Steckkarten stellt der Server zwei PCI-Express-x16-Slots zur Verfügung. Die Verbindung in ein Netzwerk übernehmen zwei Onboard-Gigabit-Ethernet-Controller von Intel auf der Serverrückseite.

Das Storage-Subsystem des Servers besteht aus drei Hotplug-fähigen SATA-Festplatten mit einer Kapazität von je 1,0 Terabyte. Dabei arbeiten die drei HDDs in einem RAID-5-Verbund, so dass nur ein logisches Laufwerk mit einer Gesamtkapazität von 1,78 Terabyte sichtbar ist.

Die Verwaltung der drei Western-Digital-Laufwerke übernimmt der Xserve-RAID-Controller mit 512 Megabyte Cache und Batteriepufferung, der als zusätzliche Option erhältlich ist. Darüber hinaus ist das System mit einer 128 Gigabyte fassenden SSD-Festplatte mit SATA-Schnittstelle ausgestattet, um den Bootvorgang zu beschleunigen. Als Laufwerke für Wechselmedien steht ein DVD-RW in Slimline-Ausführung bereit.

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