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Daten sichern mit Presstore 3 Backup

28.10.2009 | 13:35 Uhr |

Archiware Presstore ist eine Backup-Software, die deutlich mehr kann als Time Machine. Die Zuverlässigkeit ist hoch, doch die Eingewöhnung dauert etwas. Ob das Programm besser ist als Time Machine, zeigt unser Test.

Ein Backup mit Time Machine hat technische Beschränkungen; unter anderem kann man kein echtes Archiv erzeugen (beziehungsweise nur über ein zweites Backup-Medium) und eine Verschlüsselung der Backup-Daten ist nicht möglich. Für Firmen gibt es eine Alternative, die am Mac einwandfrei funktioniert: Presstore 3 von Archiware.

Die Software wird auf einem Server installiert und sichert dann nach einem vorgegebenen Zeitplan die Daten auf Macs, Windows- und Unix-Rechnern. Als Server ist übrigens jeder Mac ab Mac-OS X 10.4 geeignet, empfehlenswert sind aber professionelle Maschinen wie ein Mac Pro oder ein
Xserve .

Einstellen über Safari

Bedient wird Presstore 3 Backup komplett im Browser und im Test funktionieren alle Funktionen einwandfrei mit Safari 3 und 4. Alternativ zum starren Zeitplan kann man – mit einer passenden Lizenz – Backup2Go verwenden, und damit die Clients selbst entscheiden lassen, wann das Backup laufen soll. Backup2Go ist speziell für Notebooks gedacht und kann sogar eine "halbe" Datensicherung handhaben, beispielsweise wenn die Verbindung zum Backup-Server aus ungewollten Gründen plötzlich beendet wird.

Backup einrichten

Nach der Installation auf Server und Client ist Presstore 3 schnell betriebsbereit: Man braucht einen "Speicherbereich" (= Festplattenplatz für die Datensicherung oder ein Bandlaufwerk) und einen "Backup-Plan", in dem man angibt, welcher Mac und welche Ordner und Dateien dort gesichert werden (eventuell verfeinert über Ausschlusskriterien oder "Filter"). Wenn die Startzeit für den Backup-Plan gekommen ist, überträgt Presstore die Dateien vom Client-Mac und speichert sie in einem eigenen Format ("virtuelle Festplatte") auf dem Server. Auf Wunsch wird dabei die Transferrate reduziert (damit das Netz für andere nutzbar bleibt); einstellbar ist auch, ob die Daten komprimiert und verschlüsselt im Backup landen sollen.

Im Test nutzt bei uns Presstore die Bandbreite im 10- oder 100-MBit-Ethernet aus; erst bei Gigabit-Ethernet lässt unser ältlicher Xserve mit G5-Prozessoren noch etwas Luft für andere Netzaktivitäten. Auf dem Client bremst das Backup mehr oder minder stark: Ein Mac Mini (G4) ist fast ausgelastet, während ein iMac mit 2,8 GHz Taktrate (Core 2 Duo) weiter nutzbar ist.

Presstore erzeugt ein Register ("Index") aller gesicherten Dateien pro Rechner, wobei dort auch Dateien verzeichnet sind, die die Software von Festplatte auf Magnetband ausgelagert hat. Erst wenn man das Magnetband löscht oder ein Backup explizit löscht, wird der Eintrag im Register entfernt. Dieser Mechanismus funktioniert einwandfrei, bietet bei der Suche nach Dateien aber deutlich weniger Komfort als Time Machine : Wer eine gelöschte Datei sucht, sollte sich an den Namen der Datei erinnern; Vorschaubilder oder gar den Inhalt der Datei wie bei Time Machine kann man mit Presstore nicht durchsuchen.

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