2037618

Test Bang & Olufsen Beoplay S8

14.01.2015 | 18:00 Uhr |

Das 2.1-Lautsprechersystem Beoplay S8 besteht aus einem kegelförmigen Subwoofer und zwei dezenten Satelliten. Der Klang überzeugt, auch wen es nur einen analogen Toneingang gibt.

Der Subwoofer des Bang & Olufsen Beoplay S8 fügt sich harmonisch in die Wohnung ein, auch wenn die Höhe mit rund 51 Zentimetern schon stattlich ist. Dafür beherbergt er neben einem großen 8 Zoll-Basstreiber auch zwei Class D-Endstufen mit 140 Watt für die Satelliten und 280 Watt für den Subwoofer. Die mit sechs Zentimetern sehr flachen und knapp 16 Zentimetern runden Satelliten erinnern an einen Diskus. Über sechs Meter lange Kabel verbindet man die Satelliten mit dem Subwoofer. Durch seine weiße Farbe lässt es sich unauffällig verlegen. Ob allerdings bei schwarzen Satelliten die mitgelieferten Standfüße auch weiß sein sollten, das ist Geschmackssache. Die Wandhalterung in weiß ist ihrer Funktion entsprechend unauffällig.

Aufwändige Installation

Eine große Hürde ist die Installation. Neben einer nicht sehr gelungen Kurzanleitung in 14 Sprachen liegt dem System nur eine ausschließlich bebilderte Anleitung für den Aufbau der Satelliten bei. Dabei hat es alleine der Anschluss der Kabel an die Klemmen in den Satelliten in sich. Der Deckel ist noch schnell abgenommen, nur bis die sehr dünnen Kabel in den einfachen Klemmen stecken, haben Grobmotoriker längst aufgegeben. Nicht minder fummelig ist es, das Stromkabel in dem engen Raum in die Buchse zu bekommen. Hat man das geschafft, muss man sich zum Glück darum nicht mehr kümmern.

Nur analoger Toneingang

Noch den Subwoofer einstellen - je nach Aufstellort „Frei“, „Wand“ oder „Ecke“ wählen und eine Quelle an das mitgeliefert Cinch-Kabel anschließen. Serviceorientiert wird ein Klinkeadapter mitgeliefert. Jetzt kommt man ins Stutzen, wirbt B&O nicht mit dem Schlagwort Streaming? Ohne fremde Hilfe kann das jedoch das Beoplay S8 nicht, daher werden auch eine Airport Express oder Sonos Connect zum Anschluss von B&O empfohlen. Also bleibt für nicht B&O-Geräte nur die analoge Verbindung zum Beoplay S8, obwohl intern die Signalverarbeitung digital vorgenommen wird.

Voller Klang

Erster Soundcheck mit Jazztrompeter Till Brönner macht klar, hier sind richtig erwachsene Lautsprecher am Werk. Kräftig, aber nicht spitz werden nicht nur Trompeter, sondern auch weibliche Jazz- und Soulstimmen zum Besten gegeben. Was man da so herrlich spritzig und klar zu hören bekommt, begeistert nicht nur bei Jazz. Die Beoplay S8 sind Tausendsassa, Pop, Disco, Rock-Pop. Der trockene Bass des kräftigen Subwoofers sorgt immer für ausreichend Tiefgang. Die harmonische Klangabstimmung ist perfekt gelungen. So fallen einem auch schlecht abgemischte Aufnahmen deutlich auf.

Empfehlung Bang & Olufsen Beoplay S8

Auch wenn die Beoplay S8 kein Streaming beherrschen, klanglich spielen sie in der Top-Liga. Und beim Musikhören vergisst man auch die Strapazen der Verkabelung. Jeder, der seinen Mac oder eine Airport Express als Zuspieler zum Musikhören einsetzen möchte, sollte sich das Satelliten Subwoofer-System mal anhören. Die aufgerufenen 1200 Euro sind ein faires Angebot.

Bang & Olufsen, www.beoplay.com

Preis: € 1200, CHF 1500

-> Aktueller Preis bei billiger.de und Amazon

Leistung (50%) 1,3

Ausstattung (20%) 2,3

Handhabung (20%) 2,0

Verbrauch/Ergonomie (10%) 1,2

Vorzüge: Exzellenter Klang, kompakte Abmessungen, automatischer Standby

Nachteile: Schwieriger Aufbau, nur ein analoger Eingang

Anschluss: Cinch-Stereo, Class-D Verstärker 140W Satelliten / 280W Subwoofer; Stromverbrauch: Aus/Standbye 0,63 W, Ein 30,4 W

Alternativen: Dynaudio XEO 3 , KEF X300A , Raumfeld Speaker L

1,6 Note: gut

0 Kommentare zu diesem Artikel
2037618