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Bank X 6 Professional für den Mac

13.01.2015 | 11:56 Uhr |

Der Klassiker unter den Homebanking-Programme präsentiert sich mit einer besseren Benutzerführung. Doch das Programm eignet sich nicht für alle Banken.

Die sechste Ausgabe des Homebanking-Programms Bank X führt das bereits in der vorherigen Version begonnene Vorhaben konsequent fort, der Benutzeroberfläche ein moderneres Aussehen zu verpassen. Im Hauptfenster stellt Bank X 6 die Buchungsliste mehrzeilig mit bis zu vier Zeilen dar, damit man auf einen Blick erheblich mehr Informationen erhält. Wer jedoch die bisherige tabellarische Auflistung bevorzugt, kann diese in den Einstellungen wieder aktivieren. Darüber hinaus zeigen die Kontengruppen jetzt einen buchhalterischen Saldo aller enthaltenen Konten an. Für eine bessere Benutzerführung haben die Entwickler den Einrichtungsassistenten zum Anlegen von Online-Konten erheblich verschlankt.

Einfache Einrichtung für viele Banken mit HBCI-Zugang

Die Einrichtung eines neuen Bankkontakts geht damit wesentlich flotter vonstatten. Verwunderlich ist jedoch, dass man bei manchen Bankkontakten die URL des HBCI-Rechners manuell eintragen muss, was den Erfassungskomfort erheblich schmälert. Zudem wird die richtige Anlage eines Online-Kontos nicht ausreichend verifiziert. So legt man Kreditkartenkonten bei der DKB über ein eigenständiges HBCI-Modul an, während für das Zahlungsverkehrskonto bei der DKB das Standard-HBCI-Modul benötigt wird. Letzteres erkennt ebenfalls das Kreditkartenkonto und legt dieses in der Kontenliste an, produziert beim Kontoabruf jedoch Fehlermeldungen.

Keine Unterstützung von Autobanken

Bank X ist weiterhin nicht in der Lage, Banken ohne HBCI-Zugang wie die Autobanken mittels Screenscraping einzubinden. Dafür unterstützt das Programm das Photo-TAN-Verfahren der Comdirect-Bank. Während der Zahlungserfassung zeigt das Programm einen QR-Code an, den man mit der entsprechenden Photo-TAN-App zur Erzeugung einer TAN scannen muss. Den Schritt in das SEPA-Zeitalter hat Bank X endlich komplett vollzogen. Die alte Inlandsüberweisung, die private Kunden noch bis 2016 verwenden dürfen, steht zwar noch als Backup zur Verfügung, ansonsten wird der Zahlungsverkehr als SEPA-Überweisung bzw. SEPA-Lastschrift ausgeführt. Auch das etwas unscheinbare Flag BatchBooking ist vorhanden, mit dem man die Sammlerauflösung im Kontoauszug steuern kann.

Empfehlung Bank X 6 Professional

Das Homebanking-Programms lässt sich insgesamt gut bedienen. Schwächen und funktionale Einschränkungen zeigt Bank X nach wie vor bei der Einrichtung neuer Online-Konten. Daher sollte man im Vorfeld sehr genau prüfen, ob und wie die eigenen Banken unterstützt werden.

Application Systems Heidelberg, www.application-systems.de

Preis: € 80, CHF 96

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Vorzüge: Vierzeilige Buchungsliste, Kontengruppen mit Saldenanzeige, verschlankter HBCI-Einrichtungsassistent, Unterstützung des Photo-TAN-Verfahrens der Comdirect-Bank, SEPA-Zahlungsverfahren als Standard, steuerbares BatchBooking-Flag

Nachteile: Keine Einbindung von Banken mittels Screenscraping, eingeschränkte Verifikation bei der Kontoanlage, eingebundene Bankkontakte produzieren Fehlermeldungen beim Kontoabruf, teilweise manuelles Erfassen der URL des HBCI-Rechners

Ab OS X 10.7

Alternativen: Banking 4X , Mac Giro 8 , Moneyplex 12 Business , Starmoney 2 für Mac

2,4 Note: gut

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