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Test: Berlin Boombox

20.02.2013 | 14:11 Uhr |

Die Boombox ist aus Pappe, und man bastelt sie sich zunächst selber zusammen. Wir zeigen, wie das geht und hören Probe

Schon im 18. Jahrhundert gab es Möbel aus Pappe – aber verständlicherweise keine iPod-Lautsprecher. Mit der Boombox hat sich dies nun über zweihundert Jahre später geändert: Als Kickstarter -Projekt finanziert, hat der Berliner DJ und Illustrator Axel Pfänder den Papplautsprecher Boombox auf den Markt gebracht, eine Hommage an den Ghettoblaster der 1980er Jahre. Die Idee ist witzig, und es macht Spaß, die Box zusammenzubauen. Mitgeliefert wird eine ausführliche und sehr gut bebilderte Aufbauanleitung, und nach einer halben Stunde Bastelarbeit steht die Box fertig auf dem Tisch. Die Pappkonstruktion ist dabei stabil und mit etwas über 900 Gramm doch schwerer, als man vermutet. 

Technisch ist die Box einfach aufgebaut: Sie bietet lediglich einen Miniklinken-Anschluss sowie einen Lautstärkeregler, der das Gerät auch ausschaltet. Die Stromversorgung übernehmen drei AA-Batterien, die man auf der Rückseite bequem tauschen kann. Ein optionaler Netzanschluss ist nicht vorgesehen. In die sieben Zentimeter breite Ausbuchtung in der Mitte des Lautsprechers legt man beispielsweise einen iPod oder ein iPhone und verbindet diese mit dem nach oben ausgeführten Miniklinken-Anschluss. Der Nachteil dabei: Da das iPhone 5 und der iPod Touch den Kopfhöreranschluss auf der Unterseite haben, muss man diese Geräte auf dem Kopf stehend einlegen. Zwar gibt es auf der Webseite des Herstellers einen iPhone-Ständer für 3,50 Euro sowie ein Verlängerungskabel für 5,90 Euro zu kaufen, doch dieser sehr simple Ständer ist nur für das iPhone 4 (S) vorgesehen.

Der Sound ist akzeptabel und eignet sich gut für eine Hintergrundbeschallung. Der Bass ist zwar schwach, das Klangbild aber ausgewogen. Ärgerlicher sind gelegentliche Funkstörgeräusche, wenn man ein iPhone als Abspielgerät verwendet.

Empfehlung: Berlin Boombox

Die Berlin Boombox ist eine witzige Hommage an den Ghettoblaster. Den Papplautsprecher bastelt man sich selber zusammen. Technisch ist der Pappkamerad anspruchslos, erfüllt seinen Zweck aber ausreichend. Gut gefallen uns zudem die sehr guten DJ-Mixe, die auf der Webseite www.berlinboombox.com zu finden sind. Doch diese kann man sich auch anhören, ohne die Boombox zu kaufen.

Boombox

Berlin Boombox

Preis: € 65, CHF 87

Note: 2,9 gut

Leistung (50%) 3,2

Ausstattung (20%) 4,0

Handhabung (20%) 1,5

Ergonomie (10%) 2,0

Vorzüge: Gute Verarbeitung und durchdachtes Konzept

Nachteile: Störgeräusche bei iPhone wegen schlecht abgeschirmten Verstärker

Alternativen: Diverse iPod-Lautsprecher

Für Mobile Musikplayer mit Kopfhörer-Anschluss

www.berlinboombox.com

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