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Test: Bildschirmvideos erstellen mit Screenflow 4.5

03.01.2014 | 16:35 Uhr |

Funktionsreiches Programm für das Erstellen von Bildschirmvideos, das gute Effekte bietet.

An professionelle Anwender, die beispielsweise Lehrvideos erstellen, richtet sich die Screencast-Software Screenflow. Die mit einem Preis von 88 Euro nicht gerade preiswerte Bildschirmvideo-Software besteht aus einer Aufnahme- und eine Bearbeitungsfunktion. Gut gelungen ist die Aufnahmefunktion: Beim Abfilmen kann man die Töne des Computers und eine Mikrofonspur aufnehmen, bei Bedarf sogar ein Face-Time-Bild mitschneiden. Das Unterbrechen der Aufnahme ist möglich, das fertige Video öffnet sich dann in der Bearbeitungsansicht. Für das Erstellen eines ansehnlichen Lehr-Videos oder Screencasts hat Screenflow alle erforderlichen Funktionen zu bieten. Über eine übersichtliche Oberfläche kann man das Video schneiden und um Kommentare und Effekte ergänzen. Stärke des Tools ist die einfache Sichtbarmachung von Cursor-Aktionen und Tastatureingaben. Da das Tool nämlich während der

Aufnahme alle Aktionen speichert, kann man beispielsweise Mausklicks mit verschiedenen Effekten sichtbar machen und Tastatureingaben einblenden. Ein Schönheitsfehler: Nach unserer Erfahrung nimmt das Tool die Mausklicks nicht immer zuverlässig auf. Gut gelungen sind die Hervorhebungs-Effekte, man kann zum Beispiel ein gerade benutztes Menü stark vergrößern. Zusätzlich stehen Texteinblendungen und einfache Symbole wie Pfeile, Kreise und Vierecke zur Verfügung. Der Import weiterer Videos und Audio-Aufnahmen wird ebenfalls unterstützt, ebenso Untertitel. Es gibt Skalierungs- und Einblend-Effekte, Chroma-Keying, Audioaufnahmen kann man mit Filtern aufbessern und in einer Wellenformansicht editieren. Upload bei Youtube, Vimeo, Google, Dropbox und Facebook ist möglich, verschiedene Exportformate stehen zur Wahl. Ein Export als Flash-Video ist optional, das erstellte Video scheint allerdings Kompatibilitätsprobleme mit Safari 7 zu haben. Ein Paket mit Videoübergängen ist für 18 Euro verfügbar, ein interessantes Paket mit Grafiken und Animationen von Flowtility kostet weitere 35 Euro. Allgemein bietet die Software einen guten Funktionsumfang und kann fast komplett per Tastatur bedient werden. Beim Bedienkomfort erscheint uns aber der Konkurrent Camtasia deutlich überlegen. Verfügbar ist die Software über die Herstellerhomepage und den App Store, Nutzer der App Store-Version müssen aber auf Upgrades und einige Funktionen verzichten - beispielsweise die dynamische Aktualisierung von Mediendateien eines Projekts.

Empfehlung: Screenflow

Für das Erstellen von Bildschirmvideos sind Screenflow und Camtasia die beiden besten Mac-Lösungen. Stärke von Screenflow ist die gute Aufnahmefunktion, auch für das Bearbeiten von Videos hat das Tool alle erforderlichen Funktionen zu bieten. Den Bedienkomfort finden wir allerdings verbesserungsfähig.

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