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Siemens Gigaset SL 400

06.10.2010 | 18:14 Uhr |

Schlichtes Design und hochwertige Materialien machen das Gigaset SL400 zu einem ansprechenden DECT-Telefon. Darüber hinaus synchronisiert das Handgerät Telefonbucheinträge unter Mac-OS X und unterstützt individuelle Klingeltöne und Kontaktbilder.

Siemens Gigaset SL400
Vergrößern Siemens Gigaset SL400

Für ein Festnetztelefon kommt das SL400 angenehm klein und schlank daher: Es misst 121 mal 46 mal 16 Millimeter. Rahmen und Tastatur fertigt der Hersteller aus Metall, wodurch das Telefon von der Verarbeitung her hochwertig wirkt und angenehm in der Hand liegt. Die Rückseite ist hingegen aus Plastik, was dem Qualitätsgefühl jedoch kaum Abbruch tut. Allerdings sammeln sich auf der schwarzen Hochglanzoberfläche schnell Fingerabdrücke. Weniger gelungen ist der aufdringliche Gigaset-Schriftzug auf der Vorderseite.

Mit einer speziellen Mac-Software kann man Adressen und Klingeltöne auf das Telefon synchronisieren.
Vergrößern Mit einer speziellen Mac-Software kann man Adressen und Klingeltöne auf das Telefon synchronisieren.

Die Tasten sind klein und bündig und erfordern dadurch Feingefühl beim Drücken. Auch die dünnrandige Navigationswippe ist nichts für große Hände. Das Display kommt leider mit einer mageren Auflösung daher, dafür ist die Menüführung angenehm überschaubar. Erst durch aktivieren des Expertenmodus kommen weitere Einstellungsoptionen zum Vorschein.

Teamwork mit dem Mac

Um das Handset über den Mac mit Telefonnummern zu bestücken, bietet der Hersteller die kostenlose Software Quicksync zum Download an. Sind Mac und Gigaset SL400 per Bluetooth oder Mini-USB-Kabel verbunden, überträgt das Sync-Programm ausgewählte Adressbucheinträge oder ganze Gruppen vom Mac auf das Telefon. Nummern aus den Kategorien "Privat" und "Arbeit" vermag das Gigaset richtig einzuordnen, exotischere Einträge wie "iPhone" übernimmt es aber nicht, sie landen ebenfalls in den Rubriken "Privat" oder "Arbeit". Geburtstage ordnet die Sync-Software unter dem Menüpunkt "Jahrestag" ein. Adressen werden nicht übernommen. Das Telefonbuch bietet Platz für 500 Einträge.

Individuelle Telefonbucheinträge

Polyphone Klingeltöne und Kontaktbilder gelangen mit Quicksync ebenfalls auf das Handset und lassen sich einzelnen Einträgen hinzufügen. Hat man seinen Kontakten in Apples Adressbuch bereits Fotos zugeordnet, übernimmt das SL400 diese leider nicht, der Nutzer muss sie einzeln übertragen und zuweisen. Der Speicher des SL400 ist begrenzt. Es lohnt sich die Musikdateien vor der Übertragung zu kürzen, um die Dateien klein zu halten. Im Test verursachen größere Musikstücke Störgeräusche beim Abspielen auf dem Telefon. Gefallen Klingeltöne oder Fotos nicht mehr, sind die Dateien mit wenigen Klicks wieder vom Telefon entfernt.

Strahlungsarm und flexibel

Das Siemens-Telefon unterstützt den strahlungsarmen Modus Eco-Plus. Dadurch schaltet das Handteil die permanente DECT-Verbindung zur Basisstation ab, sobald ein Gespräch beendet ist. Zudem sind Basisstation und Ladestation getrennt, so dass man den Aufstellungsort des Telefons frei wählen kann und nicht von der Telefondose abhängig ist. Sprachqualität und Freisprechfunktion des SL400 sind zufrieden stellend und auf Wunsch signalisiert das Gerät eingehende Anrufe per Vibrationsalarm. Die Sprechzeit gibt der Hersteller mit 14 Stunden an, die Standby-Zeit mit 230 Stunden. Für eine vollständige Ladung benötigt der Lithium-Ionen-Akku drei Stunden. Das Gigaset SL400 gibt es in drei Ausführungen: Als Station und Handgerät mit integriertem Anrufbeantworter, als Station und Handgerät oder nur als Handgerät ohne Basisstation.

Empfehlung

Das Gigaset SL 400 ist ein schickes Handset mit Eco-Plus-Funktion, das über den Mac gute Konfigurationsmöglichkeiten bietet. Insofern hält es eine Art Ausnahmestatus unter den DECT-Telefonen.

Ole Leitloff

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