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Test: Data Vault Password Manager 4.5.4

07.02.2013 | 18:23 Uhr |

Der Passwortverwalter ist für Mac und iOS verfügbarer. Er unterstützt auch die automatische Anmeldung bei Webdiensten.

Anmeldedaten und Passwörter kann man unter Mac-OS X mit dem Dienstprogramm Schlüsselbund komfortabel verwalten. Ist man mit dem Tool nicht zufrieden, will die Daten beispielsweise mit iPhone oder PC abgleichen, benötigt man einen Passwort-Verwalter wie die Software Data Vault. Vor allem durch seinen geringen Preis empfiehlt sich Data Vault als Alternative zum ausgereiften aber recht teuren Platzhirsch 1Password . So kostet die für Mac, iOS, PC und Blackberry verfügbare Sicherheitssoftware als Desktop-Version nur neun Euro, der gleiche Betrag wird für die iOS-Version fällig.

Optisch kann das englischsprachige Data Vault allerdings mit seinem gut gestalteten Konkurrenten nicht mithalten, die altmodisch wirkende Oberfläche ist funktional aber wenig ansprechend. Grundlage von Data Vault ist eine mit dem sicheren Algorithmus AES 128 verschlüsselte Datenbank. Für die meisten Anwender bietet die App somit ein völlig ausreichendes Maß an Sicherheit. Nach einer frei wählbaren Zeit sperrt sich das Programm automatisch und

muss für die weitere Nutzung per Passworteingabe wieder geöffnet werden. Lästig: Das Anmeldefenster blendet Menüleiste und Dock aus, was bei der häufig nötigen Passworteingabe etwas irritierend wirkt. Die Bedienung gibt keine Rätsel auf: In einer Listen- oder nach Kategorien unterteilten Baum-Ansicht verwaltet man die Einträge, vorsortiert sind sie in die drei Kategorien Business, Personal und Unfiled. Nur Text und Links speichert die App, Bilddateien oder Dokument kann man mit der App nicht schützen. Legt man einen neuen Eintrag an, kann man eine von 25 englischsprachigen Vorlagen auswählen, etwa für Kreditkarten, Bankkonten und Anmeldedaten. Man kann auch eigene Vorlagen erstellen, für die schnelle Orientierung sind hundert Icons auswählbar. Zur Verfügung stehen dabei zehn simple Textfelder, die man frei benennen kann. Automatische Anmeldung bei einer Webseite ist möglich, dazu muss man aber im Browser ein Plug-in installieren, das über die Herstellerseite verfügbar ist. Mit dieser für Safari, Chrome und Firefox zur Verfügung stehenden Erweiterung kann man nicht nur Anmeldedaten nutzen, sondern auch Formulardaten in Data Vault speichern. Um die Daten in der App verwenden  zu können,  muss man allerdings das Programm im Hintergrund geöffnet und entsperrt sein. Die integrierten Passwortverwalter von System und Browser sind da deutlich komfortabler. Stärke des Tools ist die Datensynchronisation, die als Direktverbindung oder über einen Webspeicheranbieter erfolgt. Unterstützt werden neben Dropbox unter anderem Box.com, Swissdisk und GMX. Direkte Synchronisation zwischen Windows und Mac ist nicht möglich, man kann aber über ein Exportformat oder ein iPhone als Zwischenspeicher die Daten abgleichen. Import von Daten aus 1Password, Splash, Keepass und anderen Konkurrenten ist möglich, nicht jedoch aus dem Schlüsselbund oder Safari.

Empfehlung Data Vault


Technisch macht Data Vault einen soliden Eindruck, Synchronisation mit iOS ist ein  Pluspunkt. Die Nutzung der Anmeldedaten per Browser-Plug-in ist möglich aber nicht sehr komfortabel. Beschränken muss man sich allerdings auf Informationen in Textform. Vor allem im Vergleich mit 1Password fällt die unansehnliche Oberfläche auf.

Data Vault

Preis: € 9 (9 Euro für iOS-Version)
Note: 2,8 befriedigend
Leistung (50%)   2,5
Ausstattung (30%)   2,5
Bedienung (10%)    2,4
Lokalisierung (10%)    6,0
Vorzüge: Synchronisation mit iOS-Version
Nachteile: Nur Textinformationen, Automatisch Anmeldung setzt Browser-Plug-in voraus
Alternativen: 1Password,
Ab OS X 10.6
Ascendo
www.ascendo-inc.com

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