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Test: Daten sichern mit Acronis True Image Mac 1.0

25.07.2014 | 16:11 Uhr |

Die unkomplizierte Backup-Software für den Mac ermöglicht ein komplettes Backup auf einen Cloud-Speicher. Im Test fallen uns aber einige Schwächen auf.

Auf der PC-Plattform ist die Backup-Software von Acronis sehr beliebt, die erste Mac-Version weckt da große Erwartungen. Der erste Eindruck ist gut: Nach dem Programmstart bietet das Tool an, einen bootfähigen USB-Stick erstellen. Selbst beim Totalausfall einer Festplatte kann man über dieses Medium eine Datenwiederherstellung starten. Sehr einfach ist die Konfiguration der Backups. Man muss nur das Zielmedium auswählen und über die Voreinstellungen die Häufigkeit der Backups festlegen - mehr Optionen gibt es nicht. Als  Zielmedium kann der Nutzer eine externe  Festplatte, ein Netzvolume (AFP oder SMB) oder den Onlinespeicher Acronis Backup Cloud auswählen. 250 GB Speicherplatz sind in der Jahresgebühr von 50 Euro enthalten, über eine Weboberfläche kann man die gesicherten Dateien später gezielt herunterladen. Bei lokalen Backups erschwert dies dagegen das Dateiformat der Backups. True Image speichert die Dateien nämlich in Dateien mit der Dateiendung „tib“, die man nur mit True Image öffnen kann.

Das Online-Backup macht auf uns einen gemischten Eindruck. Gut gefällt uns die optionale Verschlüsselung und einfach bedienbare Weboberfläche. Die letzten zehn Systemversionen werden gespeichert und können wiederhergestellt werden. Der größte Nachteil: Man kann immer nur das komplette Startvolume sichern, der Ausschluss einzelner Ordner ist zu unserer Überraschung nicht möglich. Beinhaltet die Festplatte mehr als 250 GB an Daten, muss man mehr Speicherplatz kaufen. 500 GB Online-Speicher kosten bei Acronis 100 Euro im Jahr, 1 TB ganze 180 Euro. Das erste Backup kann bei einer größeren Festplatte Tage dauern, obwohl das Upload-Tempo recht hoch ist - für den Upload von einem GB benötigt der Dienst in unserem Test per  VDSL-Verbindung knapp zwanzig Minuten. Eine weitere Schwäche: Bootcamp-Partitionen kann man eben so wenig sichern wie Fusion Drives und mit File Vault 2 gesicherte Medien. Da tröstet nur wenig, dass Parallels unterstützt wird - laut Acronis kann das Tool die virtuellen Festplatten des Programms nämlich problemlos sichern.

Empfehlung True Image

Als Alternative zu Time Machine bietet sich True Image dann an, wenn man das Backup auf einen Cloud-Speicher sichern möchte. True Image ist einfach bedienbar und eignet sich auch für unerfahrene Anwender. Allerdings kann man immer nur die komplette Festplatte sichern und da sind selbst 250 GB an Webspeicher schnell zu knapp bemessen. Vor allem diese Einschränkung sollte Acronis schnell aufheben.

True Image

Preis: €50

Note: 2,2 gut

Leistung (50%)   2,4

Ausstattung (30%)   2,5

Bedienung (10%)    1,5

Dokumentation (10%)    1,0

Vorzüge: Einfache Bedienung, bootfähiges Medium, SMB-Unterstützung

Nachteile: Keine Möglichkeit, Daten vom Backup auszuschließen

Alternativen: Time Machine, Super Duper, Carbon Copy Cloner, Arq

Ab OS X 10.8

Acronis

www.acronis.com

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