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Filemaker Bento 4 im Test

06.04.2011 | 11:36 Uhr |

Bento kann Informationen wie die Adressen aus dem Adressbuch, die Ereignisse und Aufgaben aus iCal, die Nachrichten aus Mail und Dateien aus dem Finder in einer Bibliothek gemeinsam verwalten und so beispielsweise Personen, Termine, E-Mails und Dokumente eines Projekts unter einem Dach zusammenfassen.

Darüber hinaus versteht sich Bento auf Bilder und greift unter anderem auf die Mediathek von iPhoto zu. Das Programm verwaltet zudem vom Anwender selbst erfasste Informationen wie Texte, Datumsangaben und Zahlen. Für sicherheitsrelevante Daten gibt es die Möglichkeit, Datenfelder oder eine ganze Bibliothek per Passwort zu schützen. So lassen sich beispielsweise die URLs und Passwörter für Webseiten verwalten, automatisch eintragen kann Bento die Passwörter beim Aufrufen der Webseite aber nicht.

Mit Bento lassen sich Informationen aus verschiedenen Quellen unter einem Dach zusammenfassen.
Vergrößern Mit Bento lassen sich Informationen aus verschiedenen Quellen unter einem Dach zusammenfassen.

Bento wird mit einer Reihe von Vorlagen für verschiedene Einsatzzwecke ausgeliefert. Außerdem greift das Programm auf von anderen Anwendern erstellte Vorlagen über die Webseite von Filemaker zu, und man kann eigene Vorlagen dort zur Verfügung stellen. Die Gestaltungsmöglichkeiten für die Formulare sind beschränkt, da man weder die Objekte frei positionieren kann, da sie das Programm weitgehend automatisch ausrichtet, noch gibt es die Möglichkeit, Schriften auszuwählen. Für die farbliche Gestaltung gibt es eine Reihe vorgefertigter Designs. Auch Berechnungen sind keine Stärke des Programms, da sich beispielsweise Summen über mehrere Datensätze nur in der Listendarstellung bilden lassen. Für Auswertungen wie beispielsweise Monatsübersichten oder Zusammenfassungen nach einer bestimmten Kategorie verwendet Bento intelligente Sammlungen, die den intelligenten Wiedergabelisten von iTunes oder gespeicherten Suchen im Finder entsprechen.

Das ist neu

Bento 4 druckt jetzt auch Etiketten. Man hat die Möglichkeit festzulegen, welche Felder gedruckt werden sollen, inklusive eines Bildes beispielsweise für Namensschilder. Die Zahl der Etikettvorlagen entspricht derjenigen, die auch im Adressbuch verfügbar ist. Im Gegensatz zum Adressbuch verkleinert Bento jedoch die Schriftgröße nicht, falls ein Text zu lang ist, sondern schneidet ihn einfach am Ende der Zeile ab. Beim Ausdruck von Formularen lassen sich die Feldbeschriftungen und Feldbegrenzungen ausblenden, man kann Formulare gegen Veränderungen schützen und Vorlagen inklusive der schon erfassten Daten exportieren.

Verbessert wurde die Datumssuche, um schneller Aufgaben und Termine zu finden, die aktuell sind, in naher Zukunft anstehen oder schon überfällig sind. Neu ist ein Feld für die Standortinformation, das automatisch die Koordinaten des aktuellen Standorts erfasst. Bento greift dazu auf die Funktion des Systems zurück, die anhand der Standorte von WLAN-Routern den ungefähren Ort des Rechners ermittelt. Man kann die Koordinaten aber auch manuell erfassen. Die einfache Liste ist ein neuer Feldtyp in Bento 4, mit der man innerhalb eines Formulars Informationen wie in einer Tabellenkalkulation erfasst. Wie in jedem anderen Listenfeld und in der Listendarstellung von Bento lässt sich in den einfachen Listen eine Ergebnisszeile für Berechnungen wie Summe oder Anzahl einblenden.

Empfehlung

Mit Bento 4 lassen sich ohne großen Aufwand Bibliotheken zur Verwaltung von Informationen, Dateien und Bildern erstellen. Man ist jedoch auf die vorgegebenen Designs und Schriften beschränkt. Wenig geeignet ist das Programm für Aufgaben, die Berechnungen über mehrere Datensätze erfordern.

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