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Test: Datenbanken erstellen mit Ninox 3.2

12.03.2015 | 16:09 Uhr |

Die einfach bedienbare Datenbanksoftware für Heimanwender und Firmen gibt es auch als iPad-Version. Wir testen, was sie leistet.

Ninox ist eine interessante neue Datenbanksoftware für Privatleute und Firmen, denen Filemaker zu teuer, eine starre Branchenlösung aber zu unflexibel ist. Das in Versionen für iPad, Mac und Windows-Server verfügbare Tool ist vergleichsweise günstig und eignet sich gut für die Verwaltung von Datenbanken mit Projekten, Kunden oder einer privaten Rezeptsammlung. Die iPad-Version existiert schon länger, jetzt gibt es auch eine Mac-Version. Interessant finden wir Ninox vor allem für Anwender mit einiger Datenbanksoftware-Erfahrung, die sich eine maßgeschneiderte Anwendung erstellen wollen. Für lernwillige Einsteiger ist die Software geeignet, ein ausführliches deutschsprachiges Handbuch hilft bei den ersten Schritten. Einige sofort nutzbare Vorlagen sind auswählbar, zur Wahl

Unkomplizierte Datenbank für einfache Zwecke
Vergrößern Unkomplizierte Datenbank für einfache Zwecke

stehen zehn Vorlagen wie Todo-Liste, Arbeitszeiterfassung, Rechnungen und Familienstammbaum-Verwaltung. Für Einsteiger ist etwa die Vorlage Cocktails ein guter Einstieg, erfahrene Anwender können komplett neue Datenbank erstellen. Die Daten organisiert Ninox in verknüpfbaren Tabellen (Hinweis: für Profis: Es werden 1:N, Kompositons und N:M-Beziehungen unterstützt). Die Rechnungs-Datenbank verbindet für die Erstellung eine Rechnung beispielsweise Tabellen für Artikel und Kunden. Ein Datenmodell sorgt für Übersicht, Formeln und Berechnungen sind nutzbar. Fünfzehn Feldtypen wie Text, Datum, Zeitdauer und Bild stehen zur Verfügung, ein Kalender zeigt Datensätze mit Datumsbezug. Bilder und Dateianhänge verwaltet das Tool ebenso. Auf Makros, wie bei Filemaker, muss man aber verzichten. Sparsam ist das Tool bei Gestaltungsmöglichkeiten, abgesehen von einigen Platzhaltern gibt es keine Layoutmöglichkeiten. Nicht einmal die vorgegebene Schrift kann der Nutzer verändern. Design-Optionen gibt es nur bei den Druck-Layouts, etwa für Rechnungen. Import und Export von Daten erfolgen im CSV-Format , ein Importassistent hilft bei der Weiterverarbeitung alter Daten. Wahlweise speichert die App eine neue Datenbank in iCloud oder auf der Festplatte. Für 280 Euro gibt es auch eine Server-Version. Letztere ist allerdings bisher nur als Windows-Version zu haben, der Zugriff der Nutzer erfolgt per Webbrowser. Eine Cloud-Version, die 9 Euro pro Benutzer und Monat kostet, ist geplant. Sucht man nach einer speziellen Lösung wie einer DVD-Datenbank oder einer Rechnungsverwaltung gibt es eine Vielzahl an vorgefertigten Lösungen. Die Stärke der Software ist aber die Flexibilität und schnelle Anpassung an eigene Bedürfnisse. Alternativen sind auf dem Mac recht rar: Filemaker spielt schon preislich in einer anderen Liga, Open Source-DBMS wie Base und MySQL sind für Einsteiger zu kompliziert. Kostenlos testen kann man die Software leider bisher nur auf dem iPad.

Empfehlung Ninox

Mit Filemaker kann Ninox zwar nicht mithalten, für die meisten Aufgaben reicht das Gebotene aber aus. Eine etwas moderner gestaltete Oberfläche könnte nach unserer Meinung aber  nicht schaden.

Ninox

Preis: Euro 28

Note: 1,9 gut

Leistung (50%)   1,9

Ausstattung (30%)  2,0

Bedienung (10%)    2,0

Dokumentation (10%)    1,0

Vorzüge: Guter Funktionsumfang, iOS-Unterstützung

Nachteile: Altbackene Optik, kaum Designoptionen

Alternativen: Tap Forms, Filemaker

Ab OS X 10.9

Ninox Software

www.ninoxdb.de

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