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Desktop Raid

03.04.2008 | 12:13 Uhr |

Backups sind notwendig: Bevor man Daten verliert, sollte man sie besser sichern. Die Backup-Software Time Machine liefert Apple kostenlos mit Mac-OS X 10.5 aus. Als Hardware eignen sich eignen sich Desktop-RAID-Festplatten besonders gut.

Auswechselbar Die Festplatten der 2big Triple sind auf professionellen Schlitten untergebracht.
Vergrößern Auswechselbar Die Festplatten der 2big Triple sind auf professionellen Schlitten untergebracht.

Für viele Anwender sind Backup-Lösungen entweder zu kompliziert oder sie bedürfen bei falscher Strategie den Eingriff des Benutzers. Dank Time Machine ist das Erstellen regelmäßiger Backups sehr leicht geworden, so dass man nun auch den letzten inneren Schweinehund überwinden und sich ernsthafte Gedanken zum Schutz seiner Daten machen kann.

Schließt man eine neue Festplatte an, fragt Time Machine automatisch, ob das neue Laufwerk für eine Datensicherung verwendet werden soll. Ein Klick auf OK und das Backup-System ist eingerichtet. Wer mag, kann zusätzlich eines der mitgelieferten Backup-Programme verwenden, das beruhigt aber mehr als es nützt.

Doch die Software ist nur die halbe Miete - die passende externe Festplatte komplettiert die Backup-Lösung erst. Apple bietet als Ergänzung zu Time Machine das Gerät Time Capsule an, eine Airport-Basisstation mit eingebauter Festplatte. Aber auch andere externe Festplatten sind interessant, da sie mit Preisen von etwa 100 Euro für ein 500-GB-Modell schon sehr günstig zu haben sind. Der Nachteil dieser Lösung ist die mangelnde Sicherheit vor einem Ausfall der Backup-Festplatte. Ist das Einzellaufwerk defekt, ist auch das Backup verloren.

RAID 1: Festplatten als Zwillinge

Eine Lösung ist die Verwendung eines Festplattenverbundes, eines so genannten RAID-Systems. So lassen sich per Software-RAID die Festplatten zu einem schnellen Verbund (RAID 0) zusammenfassen oder per RAID 1 die Sicherheit steigern. Für unseren Vergleich wählen wir RAID-Systeme mit maximal zwei Festplatten, sowie den für Backups sicheren RAID-Level 1. Die externen Festplatten werden per USB- oder Firewire-Anschluss mit dem Mac verbunden.

Diese RAID-Systeme haben gegenüber den großen RAID-Systemen (Test im Heft 01/2008) außer den günstigeren Preisen den Vorteil, dass sie leiser und somit gut am Arbeitsplatz einsetzbar sind. Dafür können sie nur Software-RAID mit dem entweder unsicheren und dafür schnellen RAID 0 oder dem langsamen und dafür sicheren RAID 1 verwenden, während die großen und teureren Hardware-RAID-Systeme unter anderem auch das leistungsfähigere und sichere RAID 5 bieten.

Der RAID-Level 1 ermöglicht bei einem Modell mit zwei 500-GB-Festplatten einen nutzbaren Speicherplatz von 500 GB, denn die Daten der einen Festplatte werden auf die andere gespiegelt. So bleiben bei dem Ausfall einer Festplatte die Daten auf der anderen Festplatte erhalten. Durch den Austausch der defekten Festplatte steht dann die komplette Leistungsfähigkeit des Systems wieder bereit. Die Hersteller benennen ihre Modelle immer mit der maximalen Kapazität, das heißt, ein Modell mit zwei mal 500 GB wird als ein Terabyte (TB) angegeben. Die Kapazität von einem Terabyte erreicht man durch den Modus RAID 0, bei dem die Leistung eines RAID-Festplattenverbundes durch abwechselndes Schreiben auf beiden Festplatten die Datenrate erhöht. Der Nachteil dieses RAID-Levels ist der komplette Datenverlust beim Ausfall nur einer Festplatte.

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