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Smartpen Livescribe Echo

11.10.2010 | 10:01 Uhr |

Vorlesungen, Besprechungen, Vorträge - wer viel mitschreiben muss, kann zwangsläufig nur schnelle handschriftliche Notizen machen. Das Ganze kann man nun akustisch aufnehmen, mit den Notizen digital verknüpfen und auf dem Mac weiterverarbeiten.

Vom Notizblock in den Mac auf das iPhone: Livescribe Echo
Vergrößern Vom Notizblock in den Mac auf das iPhone: Livescribe Echo

Der Livescribe Echo ist ein Stift, der Geschriebenes oder Gezeichnetes digital speichert und via USB auf den Mac überträgt. Dabei verwendet der Echo ein spezielles Papier, auf das ein Koordinatensystem aus winzigen Pünktchen aufgedruckt ist, das so genannte Dot Positioning System kurz DPS. Eine Infrarotkamera tastet während des Schreibens permanent das DPS ab und erkennt so die Linienführung des Stifts. Der Clou ist ein eingebautes Mikrofon. Startet man zu Beginn der schriftlichen Aufzeichnungen auch die Tonaufnahme, verknüpft der Stift die geschriebenen Worte und Zeichnungen mit dem Ton. Wurde die gesamte Aufnahme auf den Mac übertragen, lässt sich per Klick auf einzelne Worte der Mitzeichnungen an die entsprechende Stelle der Tonaufnahme springen - ein sehr praktisches Hilfsmittel für Vorträge und Besprechungen. Wer will, kann die geschriebenen Notizen auf dem Mac mit Hilfe einer Texterkennung in maschinenlesbare Worte und anschließend in ein Textdokument umwandeln. Die aufgezeichneten Vorträge können zudem öffentlich oder privat auf die Livescribe-Community ins Netz geladen werden. Von dort gelangen die Dokumente auch in eine iPhone-App.

Der Echo von Livescribe kann jedoch noch mehr. Die Entwickler haben dem Stift eine App-Funktionalität spendiert. Das heißt, jeder Benutzer kann den Stift mit kleinen Programmen wie einem Übersetzer oder einem Umrechner nachrüsten. Die Programme gibt es in einem eigenen App-Store. Der ist mit einigen dutzend zum Teil kostenlosen Anwendungen mittlerweile schon recht gut gefüllt.

Wir Testen den Echo einige Wochen lang. Nach anfänglicher Skepsis sind wir hinsichtlich Funktion und Nutzen sind die Zweifel schnell verflogen. Der digitale Stift ist zum ständigen Begleiter in Interviews und Meetings geworden.

Empfehlung

Mit 199 Euro ist der Echo kein Schnäppchen. Doch dafür bekommt der Käufer ein durchdachtes, sehr gut nutzbares Produkt. Die Bedienung ist intuitiv und die Eingewöhnung dauert nur einen Moment. Die versprochenen Funktionen arbeiten tadellos. Lediglich bei der Texterkennung muss man leichte Abstriche hinnehmen: Entweder erkennt der Stift nicht alles oder man muss seine Handschrift "maschinenlesbarer" gestalten. Jan Rähm

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