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Dreamweaver CS5 im Test

04.08.2010 | 15:34 Uhr |

Endlich holt der Webeditor in Sachen PHP und der Unterstützung von Content-Management-Systemen auf. Zusätzlich wird der Einstieg in CSS mit der neuen Version zugänglicher.

Adobes Vorzeige-Webeditor verhielt sich beim Start eines neuen Projekts bisher etwas sperrig. Vor dem Bearbeiten, Ansehen oder auf den Server Laden einer Datei erschien erst einmal der Dialog "Neue Site". Die Site-Definition ist zwar immer noch der Ausgangspunkt, aber keine große Hürde mehr, denn jetzt reicht es, einen Namen für die Site einzugeben und einen lokalen Ordner für die Dateien festzulegen. Nach Details, zum Beispiel für den Server-Upload, fragt Dreamweaver erst später. Zudem lässt sich jetzt nicht mehr nur ein Server, sondern gleich mehrere mit frei wählbaren Namen definieren. Das ist sinnvoll und praktisch, denn Webdesigner arbeiten oft mit einem Testserver zum ausprobieren und einem "scharf geschalteten" Webserver.

Willkommen PHP, Wordpress, Joomla et cetera

Adobe hat nach der letzten Version die Kritik der Webdesigner gehört und vor allem in Sachen serverseitiger Entwicklung nachgelegt. Die schwache, oder kaum vorhandene PHP-Unterstützung wurde bei Dreamweaver CS4 zurecht bemängelt, schließlich kommt heute kaum noch jemand an dieser Sprache für dynamische Webseiten vorbei. PHP legte im Web einen beachtlichen Siegeszug hin, nicht nur weil es als Open-Source-Technologie frei und kostenlos verfügbar ist. Flickr, Digg und Facebook gehören zu den Sites, die heute durch PHP angetrieben werden. Zudem ist PHP die Technologie hinter so populären Content-Management-Systemen wie Wordpress, Joomla und Drupal. Bisher war es nicht einfach, die Optik von dynamisch erzeugten Dokumenten zu entwerfen und zu pflegen. Jede Seite wird aus vielen einzelnen Elementen zusammengesetzt und mit Inhalten aus einer Datenbank gefüttert. Seitenbestandteile wie Kopfzeile, Navigation et cetera musste man einzeln editieren und testen – zum Beispiel im Falle von Wordpress, über die Oberfläche des Content-Management-Systems, die im Webbrowser läuft.

Dreamweaver CS5 will die Arbeit mit Wordpress & Co jetzt zu einer nahtlosen Erfahrung machen. Öffnet man zum Beispiel "Index.php" einer dynamischen Website, erkennt und meldet Dreamweaver, dass die Seite mit weiteren Dateien verknüpft ist, kann die eingebetteten Dokumente automatisch aufspüren und dann das Layout in seiner verbesserten Live-Ansicht zu einem Dokument rendern. Die Vorschau gleicht fast exakt der Ansicht Webbrowser – zumindest der in Safari, denn Dreamweaver benutzt ebenfalls die Webkit-Engine. In seiner Kopfleiste zeigt Dreamweaver, welche Dateien mit der aktuell geöffneten dynamisch verknüpft sind. Ein Klick auf den Dateinamen genügt, um sie zu öffnen. Die Liste lässt sich auch nach CSS-, Javascript-, XML- und PHP-Dateien filtern. So fällt es leicht herauszufinden, welche Dateien man für Änderungen überhaupt editieren muss und kann ihre Auswirkungen sofort zu überprüfen.

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