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Test DxO Filmpack 4: Analoge Bildeffekte

26.06.2013 | 11:16 Uhr |

Den Charme analoger Fotos haben die technisch korrekten digitalen Fotos verloren. Mit Filtern wie dem getesteten Filmpack 4 kann man den Look analoger Filme zurück holen.

Der Bildeffekte-Filter Filmpack 4 simuliert eine Vielzahl analoger Filme, vom Agfa APX 25 über den Fuji Velvia 50 bis hin zum KodakPortra 160 NC . Es gibt zwei Versionen vom Filmpack , die sich hinsichtlich der Bearbeitungsfunktionen und der Anzahl der Filme unterscheidet. Die Expert-Edition bietet insgesamt 64 Filme, in der Essential-Edition sind es 35. Leider fehlen in der Essential-Version Klassiker wie der Ilford FP4 Plus oder auch die Exoten von Lomography und Polaroid, wobei die Auswahl an Polaroid-Filmen generell gering ist. So fehlen leider die in der Kunst beliebten SX-70 und Typ 600 , die beispielsweise bei dem Konkurrenten Alienskin Exposure mit dabei sind. Filmpack 4 beschränkt sich hier auf die Mittelformat-Typen. Nach eigenen Angaben hat DxO Labs die Eigenschaften von Farbe, Kontrast, Sättigung und Korn der Analogfilme analysiert, um diese zu simulieren. Und in der Tat überzeugt das Ergebnis.

Einfache Bedienung

Die Anwendung ist Kinderleicht, die Benutzeroberfläche zeigt sich im bewährten Design: Am unteren Rand befindet sich die Filmauswahl, rechts die Einstellungen, oben die Werkzeuge und der große Hauptbereich in der Mitte ist für die Anzeige reserviert. Die Voransicht der Filme verwendet gleich das eigene Bild. Zudem kann man das Vorher- und Nachher-Bild leicht vergleichen. Hierzu lassen sich beide Ansichten nebeneinander anzeigen, oder man kann beim Klick in das Bild zwischen diesen Ansichten wechseln.

Weitere Bearbeitungsmöglichkeiten

Weil es mit dem einfachen Anwenden der Filmsimulation meist nicht getan ist, verstecken sich unter den Bearbeitungsfunktionen die üblichen Werkzeuge für Belichtung, Kontrast, Farbton, Sättigung und Vibrancy (Dynamik). Selbstverständlich lassen sich auch die Filmwiedergabe und das Filmkorn einstellen. Die so gefunden Einstellungen lassen sich leicht als eigene Voreinstellungen (Presets) ablegen und mit anderen Anwendern austauschen. 33 Vorgefertigte sogenannte Designer Presets sind bereits in der Expert-Edition (zehn in der Essential-Edition) enthalten. Sie bieten auch einen guten Überblick über die Möglichkeiten. Praktisch sind jetzt auch Werkzeuge für Vignettierung und eine spezielle Weichzeichnung-Vignettierung. Der Mittelpunkt kann dabei frei gewählt werden. Interessant sind auch die verschiedenen Texturen und Lichteinfälle, die beispielsweise beschädigte Filme oder auch einen Lichteinfall in die Kamera simulieren.

Plug-In für viele Photoshop und mehr

Als Plug-In arbeitet Filmpack 4 mit Adobe Photoshop , Photoshop Elements und Photoshop Lightroom zusammen. Auch Apple Aperture und natürlich das hauseigene DxO Optics Pro werden unterstützt. Außer als Plug-In kann man Filmpack auch als eigenständige Applikation verwenden.

Empfehlung DxO Filmpack 4

Es macht viel Spaß, mit DxO Filmpack 4 zu arbeiten. Das Programm ist auf die schnelle und einfache Anwendung optimiert. Daher fehlen auch selektive Bearbeitungsmöglichkeiten, wie sie manche Mitbewerber bieten. Leider dauert es ein paar Sekunden, bis man das Ergebnis sehen kann. Das stört beim Experimentieren. Somit wird man im Vergleich zu den Mitbewerbern ein wenig eingebremst. Nichts desto trotz überzeugen die Ergebnisse auf fast ganzer Linie. Die Filmsimulationen sind sehr gut getroffen, das Korn sieht sehr schön analog aus und auch die Effekte wie Tonung, Farbfilter und Vignettierung überzeugt. Wenn jetzt auch noch die Auswahl an Rahmen größer wäre und man diese verändern könnte, hätte man auch hier nur wenig zu meckern. Das können die Mitbewerber besser.

Filmpack 4

DxO Labs

Preis: Essential € 80, CHF 90; Expert € 130, CHF 145

Note: 2,1 gut

Leistung (50%) 2,2

Bedienfreundlichkeit (20%) 2,3

Dokumentation (20%) 2,0

Lokalisierung (10%) 1,5

Vorzüge: Überzeugende Ergebnisse, Standalone Modul, Stapelverarbeitung, Zwischenschritte speicherbar, Kanalmixer

Nachteile: Keine selektive Bearbeitung möglich, Starre Rahmen mit geringer Auswahl, geringe Auswahl an Polaroid-Filmen, hoher Preis

Alternativen: Nik Collection , Alien Skin Exposure , Onone Perfect Effects 4 , Onone Perfect Photo Suite 7

Ab Mac OS X 10.6, als Plug-In: DxO Optics Pro v8.2, Adobe Photoshop CS3, Adobe Photoshop Elements 9, Adobe Lightroom 3, Apple Aperture 3

www.dxo.com/.de

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