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Test: Entfernte Rechner steuern mit Nomachine 4.5

13.04.2015 | 10:53 Uhr |

Für private Nutzung kostenlose Fensteuerungssoftware, die gute Performance bietet und auch unter iOS funktioniert.

Nutzt man mehrere Rechner, ist eine Fernsteuerungssoftware sehr nützlich: Ein Systemadministrator kann damit die Computer der ganzen Firma verwalten, ein Heimanwender greift damit bequem auf seine Medienserver zu. Neben bekannten Lösungen von Apple und Teamviewer gibt es von Nomachine eine kostenlose Lösung. Die sowohl für Linux, Mac und Windows verfügbare Open-Source-Software ist für Privatanwender kostenlos. Noch relativ neu sind Clients für Android und iOS, Hauptzielgruppe der Firma sind zwar Unternehmen, dank guter Performance ist die Software aber auch für Heimanwender interessant -  etwa um einen Mac vom iPad aus zu steuern.

Nomachine
Vergrößern Nomachine

Die Bedienung ist einfach. Läuft die Anwendung auf einem Desktop, ist dieser wahlweise Client oder Server. Ein Desktop mit aktiver Software wird im gleichen Netz automatisch erkannt und kann komplett bedient werden - Eingabe von Benutzername und Kennwort genügen. Die Bedienung der iOS-Client-Version gleicht anderen Fernsteuerungsprogrammen, per Touchscreen simuliert man Maus und Tastatur. Die Desktop-Version bietet unter anderem ein Whiteboard für Besprechungen,  eine Aufnahmefunktion ist integriert. Die englischsprachige Oberfläche ist allerdings etwas altbacken. Dafür bietet Nomachine eine gute Performance, sogar für die Übertragung von Audio und Video ist die Verbindung geeignet. So können wir in einem WLAN-Netz schon in der Standardeinstellung ein HD-Video ruckelfrei übertragen, das funktioniert deutlich besser als mit Apples integrierter Lösung Bildschirmfreigabe. Die CPU-Last bei dieser Übertragung ist allerdings recht hoch. Noch besser wird die Bildqualität, nachdem wir über die Voreinstellungen H.264 als Codec auswählen und die Bildrate erhöhen. Auch zwischen iPad und Mac zeigt das Tool gute Leistungen. Für die Fernsteuerung per Web ist die Software ebenfalls geeignet, der Konkurrent Teamviewer bietet hier aber deutlich mehr Komfort. Insgesamt ist die kostenlose Software eine interessante Lösung, Bedienkomfort und Dokumentation sind aber mäßig. Schade: Nicht von der Fernsteuerungssoftware unterstützt wird die Retina-Auflösung neuerer Macs.

Empfehlung NoMachine

Um schnell auf einen Mac zuzugreifen, ist Apples Bildschirmfreigabe völlig ausreichend, für den Support fremder Rechner ist Teamviewer besser geeignet. Für Spezialaufgaben wie die Übertragung von Videos oder Flash-Spiele auf ein iPad ist Nomachine aber eine interessante und kostenlose Lösung.

Nomachine

Preis: Kostenlos

Note: 2,3 gut

Leistung (50%)   1,9

Ausstattung (30%)  2,5

Bedienung (10%)    2,2

Dokumentation (10%)    4,0

Vorzüge: Gute Performance, plattformunabhängig

Nachteile: Unübersichtliche Oberfläche

Alternativen: Bildschirmfreigabe, Teamviewer, Parallels Access

Ab OS X 10.5

Nomachine

www.nomachine.com

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