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Test: Festplatte aufräumen mit Clean App Beta 5.0

12.09.2014 | 13:58 Uhr |

Funktionsreiches Systemtool, das Festplatten aufräumt und Programme deinstalliert. Einige der Funktionen sind aber nicht ganz ungefährlich.

Nach dem Programmstart startet man mit dem Befehl „Räume auf, CleanApp!“ eine erste Systemanalyse. Als Ergebnis präsentiert das Tool zwei Listen. Problemlos löschen kann man die „Sicher zu entfernenden Dateien“ wie temporäre Daten und Protokolldateien. Da temporäre Daten allerdings meist schnell wieder angelegt werden, ist diese Funktion wenig sinnvoll und bringt kaum freien Festplattenplatz. Interessanter ist da die zweite Liste. Hier bietet die Software nämlich die Löschung von temporären Programmdaten, Sprachdateien, iOS-Backups und iOS-Software an. Auf unserem Rechner würde dies einige GB an Speicherplatz freigeben. Die angebotenen Routinen sind allerdings gefährlich. Beim Löschen von Sprachdateien können Programme wie Word und Excel beschädigt werden, auch das Löschen

der iOS-Backups ist nur bei nicht mehr benötigten Sicherheitsdaten sinnvoll. Allgemein sollten die Entwickler hier einige Erläuterungen ergänzen. Einen besseren Eindruck macht die Deinstallationsfunktion, kann man doch oft durch das Löschen nicht benötigter Programm viel Platz schaffen. Die installierten Programme sortiert das Tool auf Wunsch nach bestimmten Kategorien, listet beispielsweise nur alle App Store- oder alle Programme von Drittherstellern auf. Nicht mehr mit dem System kompatible Apps wie PPC-Programme, kann das Tool ebenfalls auflisten und entfernen. Beim Deinstallieren versucht die Software auch zugehörige Ordner mit Voreinstellungen zu finden und zu deinstallieren. Die Ergebnisse sind besser als beim simplen Löschen eines Tools, allerdings oft nicht vollständig. Hat ein Tool eine Kernel-Extension oder Startobjekte installiert, kann der Deinstaller sie nicht entfernen. Lag diesen Tools ein Deinstallationsprogramm bei, sollte man es deshalb unbedingt mit diesem Uninstaller entfernen. Entfernen kann das Tool aber nicht nur Programme: Unter „Weiteres“ zeigt und löscht das Tool Kontrollfelder, temporäre Dateien, Widgets und weitere Systemkomponenten. Kernelextensions, die nicht zum System gehören, entfernt das Tool ebenfalls. Diese Option ist allerdings recht riskant und sollte nur von erfahrenen Anwendern verwendet werden. Eine praktische Besonderheit ist die so genannte Clean-Community. Über diese Feedback-Funktion sammelt das Programm Daten aller angemeldeten Nutzer, um die Programfunktionen zu verbessern.

Eine weitere Programmfunktion ist „Systempflege“. Hier bietet das Programm Standardfunktionen wie das Prüfen und Reparieren der Festplatte, den Neuaufbau des Spotlight-Index. Hinweis: Die App ist laut Hersteller im Betastadium, wird aber regulär verkauft. Wir bewerten sie deshalb, wie ein finales Produkt.

Empfehlung Clean App

Die noch im Betastadium stehende Clean App hinterlässt einen gemischten Eindruck: Einerseits richte sich das Tool an Einsteiger, viele der Funktionen setzen aber Vorwissen voraus und können schnell Probleme verursachen. Vor allem das Entfernen von Sprachdateien hat schon oft Ärger verursacht. Empfehlen kann man die Software deshalb nur erfahrenen Anwendern.

Clean App

Preis: Euro 11,99

Note: 2,6 befriedigend

Leistung (50%)   3,0

Ausstattung (30%)   2,0

Bedienung (10%)    2,0

Dokumentation (10%)    3,0

Vorzüge: Guter Funktionsumfang, gute Übersicht

Nachteile: Riskante Funktionen, wenig Hilfstexte

Alternativen: Onyx, Tinker Tool System, Cocktail, App Cleaner

Ab OS X 10.8

Synium Software

www.syniumsoftware.com

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