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Notebook-Festplatten im Test

10.05.2011 | 10:00 Uhr |

Speicherplatz auf Festplatte kann man nie genug haben. Wer kreativ arbeitet und Audio- oder Video-Projekte erstellt, der stößt schnell an die Grenzen der Kapazität. Wir testen aktuelle Notebook-Festplatten bis zu einer Kapazität von einem Terabyte.

Hoehenvergleich
Vergrößern Hoehenvergleich

Der Austausch der internen Festplatte in den Macbook- und Macbook-Pro-Modellen ist gar nicht so schwer . Je nach Mac-Modell ist das in ein paar Minuten erledigt. Voraussetzung ist jedoch das richtige Werkzeug. Neben einem kleinen Kreuzschlitzschraubendreher benötigt man auch Spezialschraubendreher vom Typ Torx (T6 und T8). Wer sich den Umbau nicht zutraut, kann ihn auch vom autorisierten Apple-Fachhändler erledigen lassen.

Vor dem Austausch sollte man zur Sicherheit ein Backup des kompletten internen Laufwerks machen. Um die Daten von der alten Platte auf die neue zu überspielen, ist ein externes Firewire- oder USB-Gehäuse nützlich . Damit kann man die alte Platte zudem als mobilen Datenspeicher weiterverwenden. Die Daten lassen sich auch von einem Time-Machine -Backup wiederherstellen. Dazu muss man das System jedoch vorher von der Original-CD/DVD frisch auf die neue Festplatte installieren und anschließend alle System-Updates von Apple herunterladen. Mit einer Cloning-Software (zum Beispiel " Carbon Copy Cloner ") kann man sich das ersparen, denn diese legt eine exakte Kopie des alten Systems inklusive aller System-Updates, Benutzer, Daten und installierter Programme auf der neuen Platte an.

Ein Problem ergibt sich allerdings mit der Boot-Camp-Partition, sofern man Windows per Boot Camp auf dem Mac benutzt. Derzeit gibt es keine funktionierende Lösung, um die Boot-Camp-Partition auf eine neue Platte zu kopieren. Hier muss man entweder Windows per Boot Camp neu installieren oder eine Virtualisierung (z.B. Parallels oder Fusion) benutzen, um die Boot-Camp-Daten als virtualisiertes System unter Mac-OS X weiter zu benutzen.

Kapazität ist Trumpf

Bei der Wahl der richtigen Notebook-Platte dürfte für die meisten Anwender die Kapazität das entscheidende Kriterium sein. Aktuell sind Laufwerke mit 640 oder 750 Gigabyte Kapazität. Auch Apple setzt in seinen aktuellen Macbook-Pro-Modellen Festplatten mit maximal 750 Gigabyte Kapazität ein.

Drei im Test vertretene Hersteller bieten zudem auch Laufwerke mit einem Terabyte (1000 Gigabyte) an. Diese kommen allerdings mit einer höheren Baugröße, damit eine zusätzliche Magnetscheibe Platz findet. Statt 9,5 sind sie 12,5 Millimeter hoch. Dadurch passen sie nicht in alle Mac-Modelle. Wir testen sie erfolgreich in Macbook-Pro -Modellen, die mit dem Aluminium-Unibody-Gehäuse kommen (ab Oktober 2008). Hier hat Apple genug Platz für 12,5-Millimeter-Festplatten gelassen. Auch im aktuellen weißen Macbook sollen die hohen Platten laut Anwenderberichte passen.

Im weißen Macbook-Modell (Baujahr vor Ende 2009) finden diese Laufwerke jedoch keinen Platz. Ebensowenig in den Macbook-Air-Modellen. Auch der Mac Mini muss mit maximal 9,5 Millimeter hohen Laufwerken auskommen. Das gilt sowohl für das alte, als auch das neue Mac-Mini-Design.

Geschwindigkeit

Bauartbedingt sind 2,5-Zoll-Festplatten für den mobilen Einsatz langsamer als die großen 3,5-Zoll-Desktop-Brüder, die man in stationären Computern benutzt. Dank gesteigerter Umdrehungszahl, hoher Datendichte und größerem Cache-Speicher ist der Abstand zu den Desktop-Laufwerken aber nicht mehr so groß.

Das mobile Lager teilt sich in zwei Gruppen: Laufwerke mit 5400 Umdrehungen pro Minute und solche mit 7200 Umdrehungen pro Minute. Grundsätzlich liefern letztere höhere Datenraten und etwas niedrigere Zugriffszeiten. In der Praxis macht sich das durch einen schnelleren Systemstart und kürzere Wartezeiten beim Laden von Programmen, wie zum Beispiel Word oder Photoshop bemerkbar. Nachteile der 7200er Laufwerke sind eine höhere Geräuschentwicklung und ein höherer Stromverbrauch.

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