Fitness-Tracker und Kalorienzähler

Test: Fitbit Zip

18.12.2012 | 17:23 Uhr | Thomas Bergbold

Sportler können den kleinen Tracker verwenden, um ihre Leistung zu dokumentieren. Die Daten lassen sich nicht nur mit der eigenen App verwenden. Wer abnehmen möchte, findet hier auch eine Motivationshilfe

Der kleine Zip ist unter anderem ein Schrittzähler, der diese Werte zur Ermittlung von Kalorienverbrauch und Entfernung nutzt. Dank den sehr kleinen Abmessungen und dem Clip lässt er sich sehr einfach an der Kleidung tragen. Der Clip hat kleine Haken, damit rutscht er auch nicht so leicht von der Kleidung. Das Gehäuse ist mit Silikon überzogen und somit spritzwasser-, regen- und schweißresistent. Das Display ist berührungssensitiv und schaltet bei jedem Tippen zwischen gegangenen Schritten, verbrannten Kalorien und zurückgelegter Strecke um. Allerdings reagiert das Display sehr träge auf den Fingerdruck zum Umschalten der ermittelten Werte. Vier bis sechs Monate soll die Batterie halten, sie ist eine handelsübliche Knopfzelle

Motivation per Statistik

Man kann den Zip außer nur zum Sport den ganzen Tag tragen, um so ein komplettes Aktivitätsprofil anzulegen. Die Daten werden dann über Bluetooth entweder auf den Mac oder das iPhone (iPod oder iPad gehen auch) übertragen. Für den Mac gibt es hierzu ein kleines Programm und eine kostenlose App für iOS. Das Programm ist nur zum Übertragen der Daten, die Datenausgabe erfolgt am Mac dann über die Fitbit-Internetseite, die iOS-App kann die Daten auch direkt anzeigen. Die Daten werden sehr schön nach Tagen in Balkendiagrammen aufbereitet. Wer sich gerne mit Freunden messen möchte, kann diese einladen und findet sich dann im direkten Wettstreit mit ihnen wieder. Eine Rangliste gibt einem auch unterwegs jederzeit den aktuellen Stand. Zum anfeuern lassen sich Freunden auch Nachrichten senden. Aber auch ohne Wettstreit ist eine Herausforderung gegeben, denn es gibt Abzeichen für Tages- oder Wochenleistungen, zum Beispiel für das Erreichen der ersten 50 km oder 5000 Schritte am Tag.

Man sollte aber daran denken, ihn abends mit der Fitbit-Software zu synchronisieren. Sonst sind die Daten am nächsten Tag weg - das ist sehr ärgerlich. Datensensible Naturen werden sich daran stören, dass die aufgezeichneten Daten immer zum Fitbit-Server übertragen werden. Das hat zwar den Vorteil, dass ich von überall darauf zugreifen kann, aber auch den Nachteil, dass nichts ohne eine Internetverbindung geht.

Das Fitbit Zip gibt es in verschiedenen Farben
Vergrößern Das Fitbit Zip gibt es in verschiedenen Farben
© Fitbit

Kalorien zählen schwer gemacht

Wenn auch schon Kalorien gezählt werden, dann ist es nur konsequent, dass man diese mit den zugenommenen Kalorien abgleicht. Das ist ideal zur Begleitung einer Diät. So gibt man direkt über die App oder Online seine Mahlzeiten und den Wasserkonsum ein. Hierzu bietet die App eine umfangreiche Lebensmitteldatenbank. Das erspart einem das händische Eingeben von Kalorien, denn die Datenbank weiß beispielsweise wie viele Kalorien ein Ei hat. Gibt man ein Kalorienziel vor, weiß man auf diese Weise sehr einfach, wie viele Schritte man noch gehen muss. Das klingt in der Theorie ganz ausgezeichnet, doch in der Praxis kommt hier der große Pferdefuß: Die Datenbank ist nicht nur in englisch, sondern auch auf amerikanische Lebensmittel ausgelegt. Die Lebensmitteldatenbank ist daher voll mit speziellen Einträgen zu amerikanischen Lebensmitteln und Fastfood-Ketten, was sie für deutsche Anwender nutzlos macht. Alleine schon auf der Suche nach dem richtigen Brot und dem Wurstbelag vergeht einem die Benutzung. Man findet nur schwer eine Scheibe Vollkornbrot und umgekehrt, wer weiss schon, was ein Bros Bistro Salad ist. Und wer die auch in hiesigen Fitness-Studios verbreitete Marke Powerbar nicht kennt, dem nützt auch der Performance Bar Milk Chocolate Brownie nichts. Immerhin: Der Hersteller arbeitet nach eigenem Bekunden an einer deutschen Datenbank. Wer so lange nicht warten möchte, kann aber eine eigene anlegen.

Empfehlung: Fitbit Zip

Freizeitsportler, die ein möglichst unkompliziertes Protokoll ihrer Leistung erstellen möchten, haben mit dem kleinen und leichten Fitbit Zip einen guten Begleiter. Es macht Spaß, seine Schritte aufzuzeichnen und auch sein Gewicht zu protokollieren. Bislang ist allerdings die Lebensmitteldatenbank für das Erfassen der Kalorienmenge nur für den amerikanischen Markt gedacht und daher hierzulande unbrauchbar. Das will der Hersteller aber ändern, und dann wird der kleine Fitness-Tracker auch für Abnehm-Willige interessant.

Zip

Kleiner Tracker für Sportler und Kalorienbewusste

Fitbit

Preis: € 60, CHF 80

Note: 2,3 gut

Leistung (50%) 2,3

Ausstattung (20%) 3,3

Handhabung (20%) 1,8

Ergonomie (10%) 1,6

Vorzüge: Kompakt, gute Auswertung der Aktivitäten, Vergleich mit Freunden, Daten mit Fitness-Apps wie Runkeeper nutzbar

Nachteile: Kann nicht über mehrere Tage hinweg aufzeichnen, amerikanische Lebensmitteldatenbank

Alternativen: Fitbit One

Für iOS-Geräte ab iOS 5.0 , Bluetooth -Verbindung

www.fitbit.com/de und www.macland.de

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