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Fotobücher für hohe Ansprüche

25.11.2009 | 13:38 Uhr |

Herkömmliche Fotobücher sind gedruckt und erreichen nicht die hohe Qualität eines ausbelichteten Fotos. Daher bieten einige Druckdienstleister Fotobücher aus Fotopapier. Wir haben mehrere Anbieter verglichen.

Wie unser Test zeigt, bringen die ausbelichteten Fotobücher trotz einzelner Schwächen die versprochene hohe Qualität. Wer ein herkömmliches Fotobuch von seinen eigenen Fotos bestellt, erhält meist ein auf Digitaldruckmaschinen erstelltes - wie beispielsweise HP Indigo oder Xerox iGen. Das ist zwar günstiger als die hier getesteten Produkte, allerdings ist die Fotodruckqualität ebenfalls deutlich niedriger. Das liegt zu einem an einem sichtbaren Druckraster und an einem kleineren Farbraum, also dem geringeren Umfang darstellbarer Farben. Speziell bei Farbübergängen und homogenen Bildbereichen wie etwa einem Himmel stört das all jene Fotografen, die ihre Fotos in bestmöglicher Qualität in Buchform bringen möchten.

Die Qualität bei Farbe und Schwarz-Weiß

Das Fotopapier ist durchgehend doppelseitig, so sind die getesteten Bücher (hier Pixum) ideal für farbige Panorama-Aufnahmen.
Vergrößern Das Fotopapier ist durchgehend doppelseitig, so sind die getesteten Bücher (hier Pixum) ideal für farbige Panorama-Aufnahmen.

Die Papierqualität ist bei allen Anbietern gleich, sie verwenden ein zirka 300 Gramm schweres Fotopapier mit Pearl-Oberfläche. Fotos können auf diesem Papier nicht doppelseitig ausbelichtet werden und so müssen Vorder- und Rückseite zusammengeklebt werden. Im Test stellt dies keinen Nachteil dar, außer man stört sich an der Haptik der dickeren und steiferen Seiten im Vergleich zu gedruckten Fotobüchern. Eine Doppelseite ist dabei durchgehend und mit der nächsten Doppelseite verklebt. Das ist sehr gut für doppelseitige Panoramen und wird nur durch den Falz unterbrochen. Wir haben bei jedem Anbieter zwei Fotobücher zum Vergleich bestellt, einmal im Querformat 20 x 30 Zentimeter und einmal in 30 x 30 Zentimeter. Das kleine Buch hat maximal 42 Seiten und das große kommt mit der maximalen Anzahl des Anbieters - bei Cewe sind das 74 Seiten.

Die Fotoqualität

Die Fotoqualität in Farbe überzeugt bei allen Anbietern. Wir stellen jedoch fest, dass sie selbst innerhalb eines Labors unterschiedlich ausfälllt. Leichte Vorteile hat Fuji, die Farben sind kräftig und das Himmelblau kommt sehr schön. Bei Bildern mit starken Kontrasten macht sich aber als großer Nachteil bemerkbar, dass sich derzeit in der Mac-Software die automatische Bildoptimierung noch nicht abschalten lässt. Sehr neutral und nahezu identisch sind die Ergebnisse bei den kleinen Büchern von Cewe und Pixum, das den Cewe-Dienst verwendet.

Im großen Buch von Pixum sind die Bilder zu dunkel und die Schatten laufen zu. Bei Fotobuch.de sind die Kontraste etwas stärker, das Himmelblau kann einen Stich ins Grüne bekommen. Ein weiterer Fehler fällt uns speziell in Himmelspartien auf, die Abstufungen in Blauübergängen. Ebenfalls nicht schön sind die Muster der eingefärbten Papierseiten im kleinen Buch, die an Wasserfarbe erinnern. Zu guter Letzt sind in unserem großen Buch auch noch die Seitenzahlen verzerrt und entsprechen nicht der eingestellten Schriftart.

In Schwarz-Weiß ergibt sich ein gänzlich anderes Bild. Die Bücher von Cewe und Pixum haben einen deutlichen Farbstich ins rosa bis violette und die Schatten laufen zu. Das sieht bei Fotobuch.de und Fuji wesentlich besser aus: Zwar sind auch deren Bücher nicht ganz frei von Farbstichen in den Lichtern, aber auch unterschiedlich stark und abhängig vom Motiv. Die Kontraste von Fotobuch.de sind etwas stärker und bei kritischen Motiven stört ein leichtes Kriseln in den Mitten.

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