Fotos verwalten

Test: Fotos verwalten mit Photo Supreme 1.7

22.01.2013 | 15:12 Uhr | Stephan Wiesend

Funktionsreiche Fotoverwaltung mit Profi-Funktionen.

Die neue Fotoverwaltung beziehungsweise Photo Supreme ist der Nachfolger der renommierten Foto-Datenbanksoftware Idimager , die nur für den PC zu haben war. Erstmals ist nun neben der PC-Version eine Mac-Version verfügbar. Zielgruppe sind Einzelanwender, eine Server-Version für Arbeitsgruppen gibt es nicht. Im Unterschied zur Vorversion will der Hersteller offensichtlich vermehrt Heimanwender ansprechen, so ist die Oberfläche komfortabler und moderner gestaltet und der Preis deutlich niedriger. Photo Supreme bietet mehr fortgeschrittene Funktionen als iPhoto und soll sich besonders für sehr große Fotosammlungen eignen. Vor dem Import sind einige Vorgaben definierbar, etwa ob das Tool die Dateien in einer Katalogdatei verwalten soll und ob es Geodaten ergänzen oder Ordnernamen übernehmen soll. Unterstützt wird der Import aus Ordnern sowie die direkte Übernahme der Daten der Konkurrenten Lightroom , iPhoto, Aperture , Media Pro, iMatch und Foto Time. Verschiedene Schlagwortformate kann die Software nutzen, der Export in ein Standardformat ist gleichfalls möglich.

In unserem Test arbeitet das Programm behäbig. So ist das Tempo des Fotoimports auffällig langsam und der Import aus einer iPhoto-Datenbank mit über 50 000 Fotos dauert mehrere Stunden. Überzeugender sind die Verwaltungsfunktionen: Man kann Ordnern und Fotos farbige Etiketten zuweisen sowie Wertungen und Schlüsselwörter vergeben. Die Farbverwaltung wird unterstützt, ebenso die üblichen RAW-Bildformate. Fotos vergleicht man in einer Leuchttisch-Ansicht, das Sichten großer Bildmengen ist bequem möglich. Eine gute Suchfunktion steht zur Verfügung, ebenso ein Skript-Editor und Bildbearbeitungsfunktionen. Zudem gibt es Presets für schnelle Bildkorrekturen, Korrekturfunktionen für die wichtigsten Parameter wie Farbe, Bildschärfe, Horizont, Korrekturpinsel und Gradationskurven. Nutzbar sind viele dieser Korrekturfunktionen ebenfalls in der Batch-Funktion, die über siebzig Aktionen wie Schärfen, Auto-Korrektur, Wasserzeichen und Umwandlung des Farbraums kombinieren kann. Die Ergebnisse sind überzeugend, einen guten RAW-Konverter oder Photoshop ersetzt die Software aber nicht. Es fehlen etwa ein Rauschfilter und Funktionen zur Korrektur von Objektivfehlern. Die Integration einer oder mehrerer Bildbearbeitungen ist recht einfach möglich. Nicht mit den Konkurrenten mithalten kann Photo Supreme bei der Performance, viele Aktionen erfolgen verzögert, immer wieder verhindern  Hintergrundprozesse zügige Reaktionen des Programms. Insgesamt fehlt es der Mac-Version noch an Feinschliff. Eine deutschsprachige Version soll in Kürze erscheinen.

Empfehlung Photo Supreme:

Große Bildmengen verwaltet Photo Supreme gut, das ist aber auch mit Aperture und Lightroom möglich. Vor allem im Bereich Bildbearbeitung kann das Datenbankprogramm nicht mithalten. Für Einsteiger ist das preiswerte iPhoto die bessere Wahl.

Photo Supreme 1.7

Foto-Verwaltung

Preis: € 79
Note: 2,9 befriedigend
Leistung (50%)   3,0
Ausstattung (30%)   2,0
Bedienung (10%)    2,0
Lokalisierung (10%)    6,0
Vorzüge: Gute Katalogisierungsfunktionen, gute Batch-Funktion
Nachteile: Langsamer Import, mäßige Performance
Alternativen: Aperture, Lightroom
Ab OS X 10.6
Idimager
www.idimager.com

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