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Test: Fujitsu Scansnap iX500

01.03.2013 | 13:06 Uhr |

Wer dem papierlosen Büro einen Schritt näher kommen möchte, bekommt mit dem Scansnap iX500 einen leisen und flotten Begleiter, um Papiere wie Dokumente, Quittungen oder Visitenkarten zu digitalisieren

Der Scansnap iX500 ist ein Einzugsscanner für Formate bis DIN A4 und scannt automatisch Vor- und Rückseite der Dokumente. Man kann aber auch auf einseitiges Scannen umstellen. Mithilfe einer mitgelieferten Hülle lassen sich auch Seiten im A3-Format erfassen, wenn man diese in der Mitte faltet und dann in die Hülle einsteckt. Die Hülle ist außerdem hilfreich zum Bearbeiten von mehrspaltigen Zeitungsartikeln. Das Einzugsfach nimmt maximal 50 Seiten auf.

Gute Texterkennung

Über den Scansnap Manager legt man fest, wie jeweils gescannt werden soll. Dazu verwendet man entweder eines der vorbereiteten Profile oder erstellt eigene Vorlagen. Jedes Profil legt unter anderem fest, an welche Anwendung das Dokument übergeben werden soll, wo die gescannten Dateien – entweder als JPEG oder PDF – abgelegt werden und mit welchem Farbmodus und mit welcher Qualität gescannt wird. Für Qualität und Auflösung gibt es auch automatische Einstellungen, genauso wie für die Erkennung der Vorlagengröße. Die erfassten Dokumente lassen sich mithilfe der mitgelieferten Texterkennung Abby Fine Reader weiter verarbeiten. Fine Reader kann den erkannten Text im PDF hinterlegen und es so durchsuchbar machen, oder den Text in ein Word-Dokument umwandeln. Die Erkennung ist sehr gut, komplexere Layouts werden aber nur unvollständig in ein Word-Dokument übernommen. Außerdem lassen sich gescannte Dateien an Excel und Powerpoint übergeben, was nicht Bestandteil des Tests war, oder in die Cloud laden. Unterstützt werden unter anderem Dropbox , Google und Evernote .

Ebenfalls mit dem Scanner mitgeliefert wird die Anwendung Card Minder, mit der man den Inhalt von gescannten Visitenkarten erfasst, was recht gut funktioniert und die Visitenkarten verwaltet. Diese Daten lassen sich außerdem an das Programm Kontakte von OS X übergeben. Im ersten Versuch gelingt die Texterkennung aber nicht. Während Card Minder nur meldet, dass keine Erfassung möglich ist, ist die Fehlermeldung von Fine Reader etwas aufschlussreicher, denn die Anwendung findet keine Schriften. Das Programm sucht im Ordner „Library/Fonts“ nach verfügbaren Zeichensätzen, der auf dem Testrechner jedoch leer ist, da die Fonts jeweils in den Library-Ordnern der einzelnen Benutzer abgelegt sind. Legt man die vom System im Ordner „Library/Fonts“ normalerweise abgelegten Fonts dorthin zurück, klappt alles problemlos.

Scannen vom iPad aus

Der Scanner wird über einen USB-3.0-Anschluss mit dem Mac verbunden, zum Starten des Scans gibt es eine blau leuchtende Taste. Verwendet wird beim Scannen jeweils das in der Software eingestellte Profil. Zusätzlich verfügt der Scanner über ein WLAN-Modul, sodass man ihn in das lokale drahtlose Netz einbinden kann. Die Einrichtung wird mit wenigen Schritten bei der Installation der Software auf dem Mac erledigt. Mithilfe der kostenlosen iOS-App „ScanSnap“ kann man dann direkt auf dem iPad, iPhone oder iPod Touch scannen, eine Version für Android-Geräte gibt es ebenfalls. Die Scaneinstellungen entsprechen denjenigen der Mac-Applikation, und man hat wie dort die Wahl zwischen PDF und JPEG. Unterschiedliche Profile lassen sich aber nicht einrichten. Benötigt man das WLAN nicht, lässt es sich über einen Schalter auf der Rückseite des Scanners ausschalten. Der Scansnap iX500 arbeitet sehr flott. Für 25 aus einer alten Macwelt entnommene Seiten benötigt er mit Automatik für Auflösung und Farbtiefe 56 Sekunden, wobei jeweils Vor- und Rückseite erfasst werden, also insgesamt 50 Seiten. Das Arbeitsgeräusch bleibt dabei sehr zurückhaltend. Die Qualität der erfassten Dokumente ist für Archivierungszwecke vollkommen ausreichend. Auch Fotos lassen sich scannen, hier fällt jedoch eine deutliche Unschärfe auf. Ein einfacher Flachbettscanner bietet hier bessere Qualität. Für Dokumentationszwecke reicht die Qualität aber aus.

Empfehlung: Fujitsu Scansnap iX500

Der Fujitsu Scansnap iX500 eignet sich auf Grund der hohen Arbeitsgeschwindigkeit und der Möglichkeit, Vor- und Rückseite gleichzeitig zu erfassen, sehr gut dazu, um große Mengen an Papiervorlagen zu digitalisieren. Die mitgelieferte Texterkennung liefert zudem gute Ergebnisse und macht die PDFs durchsuchbar.

Scansnap iX500

Fujitsu

Preis: € 490, CHF 655

Note: 1,4 sehr gut

Leistung (50 %)                    1,4                     

Ausstattung (20 %)              1,3

Handhabung (20 %)             1,6

Ergonomie (10 %)                 1,2

Vorzüge: Schnell, leise, gute Texterkennung, Scannen von iPad und iPhone über WLAN

Nachteile: Bildqualität nur für Dokumentationszwecke geeignet

Ab OS X 10.6.8,  Stromverbrauch: Aus 0 W, Ruhemodus 0,3 W, Bereitschaft 5,5 W, Bereitschaft mit WLAN 6,1 W, Scannen 14,5 W (ohne WLAN), 15,1 W (mit WLAN)

Alternative: Canon DR-C125W

www.fujitsu.com

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