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Test: G-Dock Ev Thunderbolt

28.08.2013 | 16:09 Uhr |

Das G-Dock Ev von G-Technology ist flexibler als normale RAID-Systeme, denn die für das Dock entwickelten Festplatten mit der Bezeichnung G-Drive Ev haben nicht nur einen SATA-Anschluss für das RAID-Gehäuse, sondern auch einen USB-3.0-Port.

Die Einschübe lassen sich entweder im Dock verwenden oder separat per USB an einen Rechner anschließen. Das stabile, aus Aluminium gefertigte Dock wird über Thunderbolt mit dem Mac verbunden, ein zweiter Thunderbolt-Port ermöglicht den Anschluss weiterer Geräte.

Zum Einsatz in unserem Testgerät kommen zwei 2,5-Zoll-Festplatten mit 7200 U/min und jeweils 1 TB Fassungsvermögen von HGST , der Muttergesellschaft von G-Technology. Die Festplattenträger werden einfach in das Dock eingeschoben und dabei verriegelt. Zum Entriegeln muss man nur einen Knopf drücken. Ab Werk ist das G-Dock so eingerichtet, dass beide Festplatten als Einzellaufwerke ( JBOD ) konfiguriert sind. Mit dem Festplatten-Dienstprogramm von OS X lassen sie sich aber auch zu einem RAID1 oder RAID0 verbinden. Im letzteren Fall verliert man aber die Flexibilität, da eine Einzelplatte aus dem RAID-0-Verbund nicht separat verwendet und per USB an einen Rechner angeschlossen werden kann, was sowohl bei Einzellaufwerken als auch bei Festplatten aus einem RAID-1-Verbund möglich ist und im Test einwandfrei funktioniert.

Datenrate beim Lesen (in MB/s)
Vergrößern Datenrate beim Lesen (in MB/s)

Für die Geschwindigkeitsmessungen verwenden wir eine Filmdatei mit 5,3 GB, einen Ordner mit 2800 Objekten und 2,5 GB sowie das Macwelt-Testprogramm How Fast und berechnen dann jeweils einen Mittelwert für Lesen und Schreiben über alle Tests.

Datenrate beim Schreiben (in MB/s)
Vergrößern Datenrate beim Schreiben (in MB/s)

Bei den Einzellaufwerken unterscheiden sich die Messwerte im Dock- und im USB-Betrieb dabei kaum, als Testrechner verwenden wir ein Macbook Air von 2012. Angenehm ist das leise Betriebsgeräusch, das Dock geht zudem automatisch mit dem Rechner in den Ruhezustand. Auch der Stromverbrauch bei Festplattenzugriffen mit 13 W bei Einzellaufwerken und mit 16 W im RAID-Modus ist gut, bei ausgeschaltetem Dock zieht das externe Netzteil aber immer noch 0,3 W aus der Stromleitung.

Kaufempfehlung

Das G-Dock Ev ist besonders flexibel einsetzbar, da man die Festplatten nicht nur im Dock, sondern auch separat per USB 3.0 anschließen kann. So ist man beispielsweise für den stationären und den mobilen Einsatz gut gerüstet. Die Flexibilität und Mobilität hat aber ihren Preis, wobei es momentan noch wenig Anbieter in Deutschland gibt, die das Produkt führen.

G-Dock ev

Hersteller: G-Technology

Preis:

€ 690, CHF 849

zusätzliches G-Drive ev 1 TB: € 183, CHF 225

Note: 1,5 gut

Leistung (50 %) 1,6    

Qualität/Ausstattung (30 %) 1,3

Handhabung (10 %) 1,2

Ergonomie (10 %) 1,5                      

Vorzüge: Einfache Handhabung, leise, 3 Jahre Garantie

Nachteile: Netzteil zieht Strom bei ausgeschaltetem Dock

Ausstattung: 2x G-Drive ev 1TB, 2x Thunderbolt-Anschlüsse, 2x USB-3.0-Kabel, 1x Thunderbolt-Kabel, Netzteil; Größe: Dock (L x B x H) 200 x 130 x 90 mm, Gewicht (inklusive Festplatten) 1880 g; G-Drive ev (L x B x H) 130 x 83 x 16 mm, Gewicht 282 g; Stromverbrauch Dock: Ausgeschaltet 0,3 W, ohne Zugriff 10,4 W, Zugriff bei Einzellaufwerken 13 W, Zugriff im RAID-Modus 16 W.

Alternative: Diverse RAID-Laufwerke

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