Test High-End-Mac
Benchmarks vom Mac Pro 2,93 GHz Nehalem
Noch bevor Intel die neuen Nehalem-Server-CPUs offiziell vorstellte, hat Apple sie bereits im Mac Pro im Einsatz. Macwelt testet zwei 8-Kern-Modelle mit 2,26 und 2,93 Gigahertz Takt
Der Mac Pro ist Apples traditionelles Flaggschiff. Hier findet meist die neueste Hardware-Technologie Anwendung und die Modelle werden mit hochwertigen Komponenten ausgestattet. So auch beim neuen 2009er Modell. Wie schon bei allen Mac-Pro-Vorgängermodelle setzt Apple Server-Prozessoren ein.
Neu ist allerdings, dass es nun eine Variante mit einer Vierkern-CPU gibt. Bislang hatte Apple immer zwei CPU-Systeme benutzt, die entweder je zwei oder vier Kerne beinhalten.
Mac Pro Nehalem - Detailfotos
Äußerlich hat sich der Mac Pro kaum verändert. Die Innereien sind jedoch so gut wie komplett verändert.
Die neuen Mac-Pro-HDD-Montagerahmen (links) sind nicht mehr kompatibel zu den alten (rechts). Da die SATA-Backplane nun weiter hinten im Mac Pro liegt, sind die Rahmen länger.
Auffällig ist die riesige Tochterplatine im unteren Teil.
Auf der Tochterplatine sitzt auch der Speicher.
Eine clevere Mechanik entriegelt die Tochterplatine. Schrauben muss man dazu nicht lösen.
Die CPU-Tochterplatine lässt sich komplett entnehmen. Darauf sind beide Prozessoren und der Arbeitsspeicher
Die CPU-Tocherplatine ist über einen speziellen Multiport-Connector mit der Hauptplatine verbunden.
Das Gegenstück des Connectors sitzt ganz unten im Mac Pro Gehäuse
Nach wie vor kann man zwei optische Laufwerke einbauen. Neu ist, dass beide Laufwerk per SATA angeschlossen werden müssen.
Hinter der Tocherplatinefindet sich das Airport Modul und ...
... das Bluetooth Modul
Zwei Lüfter kühlen die Tochterplatine. Einer sitzt Mac vorn ...
... der zweite sind hinten im Gehäuse.
Ein weiterer Lüfter kühlt die PCI-Karten und die Festplatten
Dieser Lüfter ist etwas kleiner als beim Vorgänger-Mac-Pro
Doch es gibt noch zwei weitere Lüfter: in jedem CPU-Kühler sitzt ein kleiner Ventilator. Zusammen mit dem Lüfter im Netzteil arbeiten also 6 Ventilatoren im Mac Pro. Eine stolze Zahl.
Eine Heatpipe aus Kupfer leitet die Abwärme der CPUs an die Kühlkörper weiter
Die Anschlüsse vorn haben sich kaum verändert. Der Firewire-400-Port ist einem zweiten Firewire-800-Anschluss gewichen
Auch hinten hat sich kaum was verändert. Ebenso wie vorne gibt es nun zwei vollwertige Firewire-800-Anschlüsse
Insgesamt gibt es vier PCIe Slots im neuen Mac Pro
Unser Testgerät kommt mit einer ATI Radeon HD 4870
Die Karte kommt in doppelter Bauhöhe, blockiert jedoch keinen zweiten PCI-e-Slot
Statt zwei DVI-Anschlüsse gibt es nun einen DVI-i-Port und einen Mini-Displayport. Letzterer eignet sich für das LED Cinema Display
Die Basiskonfiguration des Mac Pro kommt mit einer Nvidia GT120 Grafikkarte. Sie ist fast vollständig gekapselt und hat einen eigenen kleinen Lüfter.
Die Backplane für die Festplattenanschlüsse liegt nun direkt auf der Hauptplatine. Vorher gab es hier separat montierte SATA-Ports.
Die Rückseite des optischen Laufwerks. Ein Standardgerät mit SATA-Port
Das Kabel für ein zweites optischen Laufwerk liegt bereits in der Montagehalterung.
Das Superdrive in unserem Testgerät stammt von Hitachi
Nachfolgend finden Sie eine Bildergalerie mit vielen Detailfotos. Es gibt einige spannende Änderungen im Vergleich zum Vorgängermodell.
Erstmals kommen beim Mac Pro Intel-Prozessoren mit der neuen Nehalem-Mikroarchitektur zum Einsatz. Unter dem Codenamen Gainestown Hier hat Intel einige entscheidende Änderungen gegenüber der letzten CPU-Generation vorgenommen.
Der neue Xeon-Chip im Detail
Intels neue Xeon-5500-Serie mit Nehalem-Architektur arbeitet mit vier Kernen. Die Quad-Core-Technologie wird durch zusätzliches Hyper-Threading pro Kern ergänzt. In der 2-Sockel-Konfiguration, die Apple in den beiden Mac-Pro-Top-Modellen einsetzt, stehen dem Betriebssystem somit 16 virtuelle Kerne zur Verfügung.
Beim Xeon 5500 besitzt jeder Core neben dem 32 Kilobyte fassenden L1-Cache für Daten und Befehle einen dedizierten L2-Cache mit 256 Kilobyte Puffergröße. Der acht Megabyte große L3-Cache steht allen vier Kernen gemeinsam zu Verfügung.
Der im Prozessor integrierte Speicher-Controller unterstützt drei DDR3-Speicher-Channels. Pro Channel sind drei ECC-DIMMs möglich. Die Speicherriegel arbeiten dann mit 800 MHz Speichertakt. Bei zwei DIMMs pro Channel sind 1066 MHz möglich. Ist pro Channel nur ein DIMM eingesetzt, so erlaubt der Speicher-Controller den Betrieb mit 1333 MHz Taktfrequenz.
Da Apple vier DIMM-Steckplätze pro CPU anbietet, nutzt der Mac-Pro nur zwei Kanäle, die jeweils mit zwei DIMMs bestückt werden können.
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