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Test: Kinder Server 1.0

06.03.2013 | 14:11 Uhr |

Schützt Kinder vor nicht geeigneten Webseiten und beschränkt dazu den Internetzugriff auf etwa elftausend freigegebene Seiten.

Viele Seiten im Internet sind nicht für Kinder geeignet, weshalb es Sinn macht, Kindern nur einen beschränkten Internetzugriff zu erlauben. Mit der Software Kinder Server gibt es eine neue Lösung, die vom Bundesministerium für Familie gefördert wird. Das als Mac- und PC-Programm verfügbare Programm läuft im Hintergrund und begrenzt den Internetzugriff auf bestimmte, von dem Projekt freigegebene Seiten. Gedacht ist die Software für Kinder bis zwölf Jahre, was offenbar zu einer recht restriktiven Auswahl führt. Etwa 11000 als kindertauglich eingestufte Angebote können Kinder verwenden. Gibt man eine nicht freigegebene Internetseite wie Google ein, landet man

auf einer Startseite mit den beiden Spezial-Suchmaschinen Blinde Kuh und Frag Finn Die Ergebnisse dieser beiden Suchmaschinen sind allerdings recht mager, so liefert etwa Blinde Kuh zum Thema „ Amazon “ keinen Treffer, Frag Finn ganze vier Ergebnisse. Aber auch zu Themen wie „ Dinosaurier “ liefern die beiden Dienste zwar kindgerechte aber recht spärliche Informationen. Wikipedia und so gut wie alle Tageszeitungen stehen nicht auf der so genannten Whitelist (ebenso Macwelt.de). Eltern können allerdings über das Programm einzelne Seiten freigeben. Per Passwort ist das Programm vor dem Ausschalten geschützt, das gewaltsame Beenden des Programms deaktiviert den Zugriffsschutz nicht. Man sollte für Kinder aber ein eigenes Benutzerkonto ohne Administratorrechte einrichten. Schlecht: Das Programm muss nach jedem Neustart neu gestartet werden. Eine automatische Aktivierung beim Rechnerstart ist nicht möglich. Die in Mac-OS X integrierte Kindersicherung oder der DNS-Dienst OpenDNS sind hier zuverlässiger. Interessant: Es gibt den Kinder Server als App für iPad und iPhone. Dabei handelt es sich um einen Browser, der nur beschränkten Zugriff ermöglicht.

Empfehlung: Kinder Server

Interessant ist Kinder Server, um Kinder ohne elterliche Aufsicht surfen zu lassen und nicht zuletzt für Schulen. Das freigegebene Angebot ist allerdings sehr beschränkt und sollte nur jüngere  Kinder zufrieden stellen - die vielleicht für das Internet noch zu jung sind. Als bessere Lösung erscheint uns das gemeinsame Surfen mit den Eltern.

Kinder Server

Preis: Kostenlos
Note: 2,3 gut
Leistung (50%)   2,5
Ausstattung (30%)   2,5
Bedienung (10%)    2,0
Lokalisierung (10%)    1,0
Vorzüge: Nur geprüfte Seiten
Nachteile: Muss manuell gestartet werden, nur wenig Seiten
Alternativen: Kindersicherung von OS X,
Ab OS X 10.6
www.kinderserver-info.de

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