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Test Dockingstation: Super Hero Backup

21.02.2011 | 13:19 Uhr |

Ach wie schön, wenn man keinen Mac braucht um seine Bilder oder Kontakte zu sichern. Das Super Hero Backup von Iomega macht es möglich.

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Vergrößern SuperHero_Dock_iPhone_enviro_1

Die Dockingstation im schicken Alu-Look ist sehr gut gefertigt und nimmt das iPhone 3G, 3Gs, 4 und den iPod Touch der 4. Generation auf. Eine Dockschale ist nicht im Lieferumfang. Auf der Rückseite befindet sich ein Steckplatz für SD-Speicherkarten, eine 4GB Karte ist im Lieferumfang. Für den Betrieb ist noch die Super Hero-App nötig, sie ist kostenlos im iTunes-Store zu haben. Die App ist in Deutsch gehalten, die meisten Meldungen kommen jedoch in Englisch. Der erste Einsatz ist schnell vorbereitet, in den Einstellungen wählt man die zu sichernde Dateityp: Bilder und/oder Kontakte, letztere können auf Wunsch verschlüsselt werden. Bilder werden auf die Speicherkarte zusammen mit den Kontakten in einen Ordner abgelegt - der Name ist frei wählbar, allerdings sind dabei nur Zahlenkombinationen zulässig. Das schöne an dieser Methode ist, dass man die Speicherkarte in jedem Mac lesen und damit auf die Daten zugreifen kann. Bilder sind direkt lesbar, die Kontakte werden in eine SQL-Datei abgelegt.

Weniger schön dabei ist, dass die Bilddateien ihr Erstellungsdatum verlieren, damit werden sie für viele Fotografen unbrauchbar. Der erste Backup, bei dem alle Dateien gesichert werden müssen, dauert sehr lange. Für 301 Kontakte und 7 Bilder brauchte das Super Hero 27 Minuten und 22 Sekunden, das ist für jene, die gerne fotografieren, viel zu lange. Aber nicht nur das ist ein Problem: Bei der Rücksicherung werden alle Bilder zurückgeschrieben, die je gesichert wurden und auf dem iPhone ersetzt, also auch die, die man vor 8 Backups gesichert hat. Eine Versionsverwaltung, bei der ein bestimmtes - beispielsweise nur das letzte Backup - zurückgespielt wird, ist nicht vorhanden. Darüber hinaus fehlt beim Wiederherstellen ein Zeitbalken um die Dauer abschätzen zu können. Beim Backup ist dieser vorhanden. Weitere Nachteile: Auch die vorhandenen Bilder bekommen einen neuen Namen. Des Weiteren klappt die Rücksicherung aus einem individuell bezeichneten Ordner nicht immer fehlerfrei und er löscht die Bilder von der Speicherkarte, die auf dem iPhone gefehlt haben.

Fazit:

Die Idee ist klasse und die Haptik der Dockingstation mit Ladefunktion genauso wie die der App machen einen sehr guten Eindruck. Das große Manko des Iomega Super Hero Backup ist die Gemütlichkeit, mit der die Backups erfolgen. Leider liegt das an Apple, die Iomega dazu genötigt haben die Geschwindigkeit zu drosseln. Bleibt zu hoffen, dass wenigstens die Software verbessert wird und damit die Bilder ihr Erstellungsdatum behalten sowie eine Versionsverwaltung Einzug hält, dann werden wenigsten nur die Bilder zurückgespielt, die man speichern möchte. Wenn dies verbessert wird, ist eine deutlich bessere Bewertung möglich.

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