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Test: Kensington Proximo

04.04.2013 | 12:53 Uhr |

Mit dem iPhone kann man dank Kensington Proximo etwa Schlüssel oder Gepäck wiederfinden oder vor Diebstahl schützen. Wie praktisch dieses System wirklich ist, zeigt dieser Test

Für dieses Schutzpaket für das Objekt der Wahl braucht man einen kleinen Transponder und ein iPhone mit der kostenlosen App Proximo . Der Transponder lässt sich mit dem mitgelieferten Ring beispielsweise an einen Schlüsselbund oder an einem Gepäckstück befestigen. Es gibt ihn in zwei Ausführungen: Der Proximo Handy- und Schlüsselfinder (K39772EU) bietet einen Taster, mit dem man das iPhone finden kann. Ist das iPhone in Reichweite, gibt es einen vorgewählten Warnton wieder. Der zweite Proximo-Transponder (K39567EU) bietet keinen Taster und ist daher nur passiv. Er piepst, wenn man ihn vom iPhone aus sucht. Beide Transponder verwenden eine handelsübliche Knopfbatterie, die laut Kensington ein halbes Jahr hält. Der Akkustand wird zwar in der App angezeigt, doch in unserem Test  hat die App nicht erkannt, dass wir die Batterie eines Transponders entfernt haben.

Der Kensington Proximo Handy- und Schlüsselfinder (K39772EU) lässt sich auch dazu verwenden, das iPhone zu finden.
Vergrößern Der Kensington Proximo Handy- und Schlüsselfinder (K39772EU) lässt sich auch dazu verwenden, das iPhone zu finden.
© Kensington

iPhone als Suchzentrale

Da das Proximo-System auf _Bluetooth_4.0:Bluetooth 4.0 setzt, funktioniert es nur mit dem iPhone 4S ( siehe Test ) und iPhone 5 ( siehe Test ). Mit der kostenlosen App „Proximo" richtet man die Transponder ein, bis zu fünf Geräte kann die App verwalten. Die Registrierung der Transponder gelingt sehr leicht und nach wenigen Sekunden kann man diese bereits verwenden. Jedem Transponder kann man in der iPhone-App ein eigenes Symbol oder gar ein eigenes Foto zuweisen. So lässt sich beispielsweise ein Rucksack als Symbolbild verwenden, an dem der Transponder angebracht ist.

Für jeden Transponder kann man eine Reichweite in fünf Stufen angeben. Die geringste Reichweite liegt nur bei rund einem halben Meter. Sind die Transponder außer Reichweite, kann es bis zu fünf Sekunden dauern, bis dies registriert wird. Bei unserem Test in einem Gebäude liegt die Reichweite bei der zweit-empfindlichsten Einstellung bei rund fünf Metern und die höchste Reichweite beträgt rund 20 Meter. Diese Reichweite variiert jedoch je nach örtlicher Gegebenheit.

Wird diese Reichweite überschritten, kann man einen Alarm wiedergeben lassen, bei dem das iPhone wie auch der Transponder einen Warnton wiedergibt. Für den Transponder kann man aus elf Warntönen wählen, für das iPhone stehen sieben Warntöne zur Auswahl. Zusätzlich kann man für den iPhone-Warnton auf die Musikbibliothek zugreifen. So lässt sich beispielsweise ein selbst gesprochener Text als Warnton hinterlegen, der einen schonmal daran erinnert, den Schlüssel überhaupt mitzunehmen. Die App muss aktiv sein, damit die Warnung funktioniert, diese kann sich dann allerdings auch im Hintergrund befinden. Dafür reagiert die App auch dann, wenn sich das iPhone im Standby-Modus befindet.

Gepäck und Auto wiederfinden

Gerät ein Transponder außer Reichweite, merkt sich das iPhone den letzten Standort des Transponders. Wahlweise lässt sich dazu auch der Alarm ausschalten. Diesen Standort kann man sich auf einer Karte anzeigen und mit der Apple-eigenen Karten-App eine Route berechnen lassen. Dies ist besonders praktisch, wenn man beispielsweise sein Auto wiederfinden möchte, das man auf einem großen Parkplatz abgestellt hat. Eine Verfolgung des Transponders auf der Karte ist allerdings nicht möglich. Zudem wird der Standort des Transponders nicht auf einer Karte angezeigt, wenn er sich noch in Reichweite zu dem iPhone befindet.

Der Proximo Transponder (K39567EU), hier rechts im Bild, bietet keinen Taster um das iPhone zu finden. Er eignet sich gut zum Schutz von Gepäck.
Vergrößern Der Proximo Transponder (K39567EU), hier rechts im Bild, bietet keinen Taster um das iPhone zu finden. Er eignet sich gut zum Schutz von Gepäck.
© Kensington

Empfehlung: Kensington Proximo

Das Kensington Proximo ist eine praktische Hilfe vor allem für Vergessliche: Lässt man aus Versehen ein Gepäckstück stehen, das mit einem Proximo-Transponder gesichert ist, wird einem dies auf dem iPhone zuverlässig angezeigt, solange die Proximo-App aktiv ist. Allerdings darf man dazu nicht das iPhone in dem Gepäckstück vergessen, sondern muss es ständig bei sich tragen. Der 35 Euro teure Proximo Handy- und Schlüsselfinder ist dank seines Tasters sehr gut dazu geeignet, ein iPhone wiederzufinden. Dazu darf es aber nicht ausgeschaltet oder sein Akku leer sein. Der passive Transponder für 20 Euro ist dagegen eine gute Hilfe, um Gepäckstücke unter Kontrolle zu halten oder gar sein Auto auf einem Parkplatz oder in einer fremden Stadt wiederzufinden .

Proximo

Kensington

Preis: Starter-Set (K39565EU) € 50, CHF 67; Transponder passiv (K39567EU) € 20, CHF 27; Proximo Handy- und Schlüsselfinder (K39772EU) € 35, CHF 47; Gerätesicherungs-Transponder (K39771EU) € 40, CHF 54

Note: 1,9 gut

Leistung (50 %)    2,0

Ausstattung (20 %) 2,2

Handhabung (20 %) 1,6

Verbrauch (10 %) 1,4

Vorzüge: Unkompliziert, zuverlässige Reaktion, Ortsangabe bei Gegenständen außerhalb des Empfangsbereichs

Nachteile: Einstellbarer Radius abhängig von örtlichen Gegebenheiten, iPhone muss eingeschaltet und die Proximo-App aktiv sein

Alternative: keine

Für iPhone 4S und iPhone 5

www.kensington.com

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