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Test: Kostenloses Photoshop für das iPad

07.10.2015 | 15:23 Uhr |

Adobe hat die kostenlose iPad-App Photoshop Fix veröffentlicht. Damit können Sie problemlos und intuitiv Fortos bearbeiten. Wir haben uns diese App genauer angesehen.

Das iPad wird auch für die Foto-Bearbeitung zusehend interessanter. Denn mit vielen kostenlosen Apps können Sie bereits beeindruckende Bildeffekte erzielen oder einfach nur Ihre Fotos korrigieren und nachbearbeiten. Oft reicht Ihnen dazu bereits die App "Fotos" , die Apple selber kostenlos installiert und bereits gute Möglichkeiten zur Grundkorrektur und einige Effektfilter bietet.

Photoshop Mix und andere Foto-Apps

Zu all den übrigen Foto-Apps gesellt sich nun die sehr interessante App Photoshop Fix von Adobe. Die Bearbeitungsfunktionen können Sie im vollen Umfang verwenden. Und sollten Sie ein Abo für die CreativeCloud beziehungsweise das Fotografie-Abo   besitzen, dann können Sie die bearbeiteten Fotos an die Desktop-Version von Photoshop schicken – inklusive Ebenen, die Photoshop Fix automatisch anlegt. Ach ja: Auch an Lightroom können Cloud-Abonnenten die Fotos schicken.

Einen Pferdefuß hat die ganze Sache allerdings, mit dem sich nicht jeder anfreunden möchte. Denn erst nachdem Sie sich bei Adobe registriert haben, können Sie Photoshop Fix nutzen. Die Registrierung ist kostenlos und Sie können so 2 GB Cloud-Speicher verwenden.  

Photoshop Fix ist nicht die einzige App von Adobe, die den Namen „Photoshop“ trägt. Und nun wird es etwas unübersichtlich: Denn das ebenfalls kostenlose Photoshop Express überschneidet sich in vielen Funktionen mit Photoshop Fix und bietet zudem viele wirklich sehenswerte Effekt-Filter (Looks). Ähnliches gibt für die App Photoshop Mix . Aber es gibt auch andere Foto-Apps, die sehr interessant sind, beispielsweise Snapseed oder EyeEm .

Die Funktionen von Photoshop Fix

Photoshop Fix kann die Bilder bearbeiten, die auf Ihrem iPad gespeichert sind. Zudem können Sie über diese App direkt auf die iPad-Kamera zugreifen.  Weitere Quellen für Fotos sind der Adobe-eigene Creative-Cloud-Speicher, Lightroom, Facebook und Dropbox. Leider können Sie fertige Fotos nicht direkt in die Dropbox sichern.

Die Bearbeitungsfunktionen sind vielfältig und die Werkzeuge können Sie intuitiv bedienen. Sollten Sie zu einzelnen Werkzeigen Hilfe benötigen, können Sie ein kleine Info—Fenster einblenden lassen. Wählen Sie dazu das Werkzeug aus und tippen oben rechts auf das Fragezeichen-Symbol.

Die Qualität der Werkzeuge ist beachtlich und erfüllt auch höhere Ansprüche. Wer die Bilder sehr exakt nacharbeiten möchte, kann Photoshop Fix zunächst als gröberes Werkzeug verwenden und die Feinarbeit am Mac mit Photoshop vollenden. Eine Grenze gibt es allerdings, denn RAW-Bilder verarbeitet die App nicht.

Werkzeuge für Portraitretusche und mehr

Vor allem die Verflüssigen-Werkzeuge sind für die Portrait-Retusche sehr interessant. So lassen sich Proportionen zurechtrücken, also beispielsweise ein Oberarm oder der Hals schlanker machen. Unter „Anpassen“ können Sie Belichtung, Kontrast, Sättigung sowie Tiefen und Lichter korrigieren, allerdings nur auf das Ganze Bild und nicht auf spezielle Bildbereiche. Möchten Sie beispielsweise nur die Augen aufhellen, dann können Sie das Werkzeug“Hell“ verwenden.

Neben den Verflüssigen-Werkzeugen sind die Reparatur-Werkzeuge beeindruckend. Denn damit können Sie störende Bildbereiche entfernen, die Photoshop Fix dann automatisch mit umlegenden Bildstrukturen füllt. Besonders gut gelingt dies bei gleichmäßigen Bildstrukturen wie Gras, Himmel oder Wasser.

Fazit iPad-App Photoshop Fix

Mit Photoshop Fix können Sie am iPad Ihre Bilder sehr schnell und in guter Qualität korrigieren. Dabei lässt sich die App sehr leicht bedienen. Doch vor allem der Zwang, sich mit einer Adobe-ID anmelden zu müssen, hat für einige negative Rezensionen im App-Store gesorgt.

 

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