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Test: Lacie D2 USB 3.0 Thunderbolt 3GB

03.04.2013 | 13:16 Uhr |

Die hochwertig verarbeitete externe Festplatte bietet Anschlüsse für USB 3.0 und Thunderbolt. Doch im Test zeigen sich Schwächen

Das Gehäuse der D2-Serie ist ein bewährter Bekannter, mit viel Aluminium und Rippen an der Seite. Eine Überhitzung sollte ausgeschlossen sein, auf einen Lüfter hat Lacie daher auch verzichtet. Neben dem USB-3.0-Anschluss ist der für Mac-User wichtige Thunderbolt -Anschluss vorhanden – aber leider nur einer. Daher kann das Laufwerk nur am Ende einer Kette angeschlossen werden. Neben einem selbst zu montierenden Fuß für die vertikale Aufstellung liefert Lacie auch zwei Gummilippen als Schutz vor Kratzern und als Auflage für die horizontale Lage mit. Deren Montage ist allerdings etwas fummelig.

Intego Backup mit an Board

Als Software packt Lacie den Intego Backup Assistant bei. Dieses Backup-Programm sichert mehrere Quellen auf eine externe Festplatte und bietet vielfältige Optionen wie einen Zeitplan und Ausnahmen von der Datensicherung. Hinzu kommen noch Sicherungsoptionen, bei denen man unter anderem die Anzahl der Versionen angeben kann. Das Ganze ist einfach zu handhaben. Für einen Aufpreis von 28 Euro ist die Vollversion Backup Managers Pro erhältlich. Dann lassen sich als Zielmedium auch Festplatten und NAS-Laufwerke von anderen Herstellern als Lacie einsetzen. Ebenso beherrscht die Pro-Version das Klonen von Laufwerken und Aktionen, die vor oder nach dem Backup ausgeführt werden.

Das mitgelieferte Backup-Programm Intego Backup Assistant bietet einfache Sicherungs-Möglichkeiten. Für Profis empfehlenswert ist die 28 Euro teure Vollversion Backup Managers Pro .
Vergrößern Das mitgelieferte Backup-Programm Intego Backup Assistant bietet einfache Sicherungs-Möglichkeiten. Für Profis empfehlenswert ist die 28 Euro teure Vollversion Backup Managers Pro .

Daten verschlüsseln

Zum Verschlüsseln einer Laufwerkspartition mit einem AES-256-Bit-Schlüssel dient das Programm Private Public . Für den Einsatz wird OSX-Fuse benötigt, welches zuerst installiert werden muss. Das komplette Laufwerk lässt sich damit nicht schützen, sondern nur ein Teil davon, weil das Programm Private Public immer auf einem ungeschützten Teil liegen muss.

Bereits ein USB-3.0-Anschluss bietet eine höhere Übertragungsrate, als sie eine 3,5-Zoll-Festplatte liefern kann. Aus diesem Grund ist die Geschwindigkeit bei USB 3.0 wie bei Thunderbolt identisch. So sind bis zu 155 MB/s beim Schreiben und 145 MB/s beim Lesen sowohl unter USB 3.0 als auch Thunderbolt möglich. Die Zugriffszeit beträgt 15,5 Millisekunden. Die Verbindung per Thunderbolt lohnt sich daher nur, wenn man freie USB-Anschlüsse benötigt.

Empfehlung: Lacie D2 USB 3.0 Thunderbolt

Bei einem Profi-Laufwerk ist es unverständlich, dass Lacie bei der D2 USB 3.0 Thunderbolt auf den zweiten Thunderbolt-Anschluss für ein Durchschleifen verzichtet. Wer beispielsweise keinen Mac mit zwei Anschlüssen oder kein Apple Thunderbolt-Display sein eigen nennt, hat Pech gehabt. Ansonsten überzeugt die Leistung ebenso wie die Software-Beigaben. Profis sollten sich den Backup Managers Pro genauer anschauen, der sicher zu den besseren Backup-Programmen gehört. Größter Nachteil neben dem nur einfach ausgeführten Thunderbolt-Anschluss ist die deutlich hörbare Festplatte. Dies ist ein Tribut an die hohe Datenrate und für einen Betrieb auf dem Schreibtisch deutlich zu laut.

D2 USB 3.0 Thunderbolt 3TB

Lacie

Preis: € 310, CHF 410

Note: 2,2 gut

  Leistung (50 %) 1,9  

Ausstattung (20 %) 3,0

Handhabung (20 %) 2,0

Stromverbrauch/Ergonomie (10 %) 2,3

Vorzüge: Gute Datenrate, Thunderbolt-Kabel im Lieferumfang, gutes Backup-Programm

Nachteile: Deutlich hörbare Festplatte, nur ein Thunderbolt-Anschluss, Private Public benötigt OSX Fuse

Alternative: Seagate Backup Plus Thunderbolt

Stromverbrauch: Aus 0,25 W, Standby 0,38 W, Ein (Festplatte Ruhe) 4,5 W, Ein (Festplatte Zugriff) 9,8 W

www.lacie.com

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