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Test: Leistungsstarkes NAS-Gehäuse für Medienserver

10.12.2013 | 14:24 Uhr |

Das NAS-Gehäuse Synology Disk Station DS214play für zwei Festplatten bietet unter anderem einen starken Medienserver für Videos und Audio. Im Test zeigt es kaum Schwächen

Synology präsentiert mit der neuen Diskstation DS214play sein Flaggschiff für den Einsatz als zentralen Speicher im heimischen Netz mit Medienserver. Zwei Festplatten schaffen den nötigen Speicherplatz, die Konfiguration als RAID0 die Geschwindigkeit und RAID1 sowie SHR (Synology Hybrid RAID) die Sicherheit der Daten.                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                         Daneben sorgen unter anderem die Server für Dateiablage mit Nutzereinstellungen, Medienserver für Airplay, Bluetooth und DLNA und der Webserver mit Firewall und PPPoE für einen sehr universellen Einsatz.

Üppige Ausstattung

Das Gehäuse ist aus matten Kunststoff gefertigt. Die Festplattenrahmen passen sowohl für 2,5 Zoll (mit Schrauben) als auch für 3.5 Zoll - dann schraubenlos. Üppig ist die weitere Hardwareausstattung mit zwei USB 3.0-Anschlüssen auf der Rückseite, einem eSATA-Anschluss und SD-Kartensteckplatz sowie ein USB-2.0-Port auf der Vorderseite. Praktisch ist die Copy-Taste auf der Vorderseite, die in Verbindung mit dem USB-Anschluss und dem SD-Kartensteckplatz eine Backupfunktion bietet.

Schnell eingerichtet

Die Ersteinrichtung gelingt über einen beliebigen Web-Browser leicht und wenn eine Internetverbindung zur Verfügung steht, erfolgt über diese die Installation des DSM-Betriebssystems. Die Benutzeroberfläche überzeugt durch Übersichtlichkeit und reagiert recht flott. Geringe Netzwerkkenntnisse sind bei der Einrichtung von Vorteil, ansonsten ist die Onlinehilfe empfehlenswert.

Geschwindigkeit

Während bei älterer Hardware die Datenrate im SHR-Modus geringer ist, merkt man beim DS214play keinen Unterschied. Hier erreicht das Gerät Datenraten bis zu 70 MB/s beim Schreiben und rund 80 MB/s beim Lesen. Bis zu 10 MB/s mehr sind als Einzelplatte oder RAID0 zu bekommen.

Die Rückseite dominiert der sehr leise Lüfter, der aus 3 Metern Entfernung nicht zu hören ist. Daneben befinden sich die zwei USB 3.0 und der eSATA-Anschluss.
Vergrößern Die Rückseite dominiert der sehr leise Lüfter, der aus 3 Metern Entfernung nicht zu hören ist. Daneben befinden sich die zwei USB 3.0 und der eSATA-Anschluss.
© Synology

Von der hohen CPU-Leistung des flotten Dual-Core-Prozessors zusammen mit einer Extra-Gleitkommaeinheit profitiert aber nicht nur die Datenrate, sondern auch das Top-Highlight, die Video-Transkodierung in Echtzeit. Das erspart den Nutzern das vorherige Umwandeln der Videodaten. So lässt man einfach die Videodateien in der höchsten Qualität auf dem DS und je nach eingesetztem Abspielgerät wird der Videostream angepasst. Wir probieren das mit einem iPad 3 und iPhone 5 aus. Hierzu liefert Synology die passende App „DS Video“. Sie ist sehr übersichtlich. Wer zuvor über die Web-Oberfläche seine Videos verwaltet hat, findet sie in den Rubriken wie Film oder TV-Serie wieder. Synology versucht, die Videodateien automatisch zu sortieren, in dem es Filminformationen unter anderem von TMDb abruft. Das klappt gerade bei deutschen Produktionen nicht immer, dann ist Handarbeit gefragt. Wenn es funktioniert, finden sich Informationen zum Film und zu den Schauspielern ebenso wie ein Filmplakat. Ansonsten erfolgt der Zugriff auch klassisch über den Ordner auf der Festplatte. Wer den Film lieber auf seinem DLNA-Player wiedergeben möchte, kann die Ausgabe direkt aus der App heraus auf das Gerät lenken.

Empfehlung Synology Disk Station DS214play

Dass ein NAS mittlerweile ein vollwertiger Server für Dateiablage, Medien und Hosting ist, daran hat man sich gewöhnt. Aber mit einer Sonderfunktion wie die Full-HD-Videotranskodierung der Synology Disk Station DS214play hat man bislang meist vergeblich gesucht. Damit erübrigt es sich beispielsweise, dass ein iOS-Gerät die Videos vor dem Anschauen umzuwandeln müssen. Bild und Tonqualität überzeugen voll und ganz. Wer möchte, kann auch den Webbrowser als Player nehmen, dann sollte es aber Firefox sein. Darüber hinaus passt auch die Ausstattung. Serverseitig bleiben kaum noch Wünsche offen Dank des sehr guten Medienservers beziehungsweise der iOS-Apps. Ebenso überzeugen die Festplattenrahmen und die Datenrate.

Disk Station DS214play

Synology

Preis: € 310, CHF 380

Note: 1,4 sehr gut

Leistung (50%) 1,4

Ausstattung (20%) 1,1

Handhabung (20%) 1,5

Verbrauch/Ergonomie (10%) 1,8

Vorzüge: Sehr gute Datenrate und Ausstattung, überzeugendes Softwarekonzept, Cloud-Funktion

Nachteile: Hoher Preis, automatische Filminformationen bei deutschen Produktionen nicht immer passend, keine volle Kompatibilität mit Safari

Alternativen: Buffalo Linkstation 421 , Synology DS214+

Für 2,5“ oder 3,5“ SATA-Festplatten; RAID-Modie: 0, 1, JBOD, Einzellaufwerke, Synology Hybrid Raid; FTP-, Web-, iTunes-, Airplay-, DLNA-, Webcam-Server, Squeezecenter, Schnittstellen: Gigabit-Ethernet, 2x USB 3.0, 1x USB 2.0, SD-Karte. Stromverbrauch mit 2x2,5“ HD: Aus: 0,52 W; Ein: 14,1 W; Ein mit Festplatten Ruhezustand: 11,9 W

www.synology.com

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