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Test Adobe Photoshop Lightroom 3

09.06.2010 | 11:00 Uhr |

Adobes Fotoworkflow-Software und Raw-Konverter geht mit Performance- und Qualitätsoptimierungen in die dritte Runde. Daneben gibt es auch sinnvolle funktionale Neuerungen wie eine automatische Objektivkorrektur.

Nachdem Apple sein Profi-Bildverwaltungs- und RAW-Konverter -Programm Aperture 3 vorgestellt hat ( lesen Sie hier den Test ), legte Adobe mit seinem direkten Konkurrenten Photoshop Lightroom 3 nach. Nun erscheint die hier getestete finale Version, nachdem wir bereits die Beta-Version getestet haben .

Für die dritte Version von Adobe Photoshop Lightroom gab es für die Entwickler Arbeit an zwei großen Baustellen: Seit der Konzeption von Lightroom im Jahr 2003 ist die Megapixel-Zahl von Digitalkameras deutlich gewachsen - entsprechend musste nun Lightroom bei der Verarbeitungsgeschwindigkeit nachlegen. Das ist gelungen: Importe, Bildaktualisierungen und Stapelverarbeitungen gehen nach unseren Tests merklich schneller im Vergleich zur Vorgängerversion. Das gleichzeitige Abarbeiten mehrerer Prozesse hält sich aber in Grenzen, da laut Adobe die Bearbeitungen des Anwenders Präferenz haben. An der Qualitätsschraube haben die Entwickler mit einem modifizierten Demosaicing, verbesserten Schärfe- und Entrauschungsfunktion und neuen Objektivkorrekturfunktionen gedreht.

Das Demosaicing, das Zusammensetzen des Farbbilds aus den Raw-Bildinformationen, hat eine neue Methode, um Übergänge an Lichtquellen und Spiegelungen sowie feine Texturen besser darzustellen. Neu ist auch, dass das Demosaicing sogenannte Hotpixel (Fehlerpixel des Sensors) erkennt und durch Nachbarpixel ersetzt und schließlich soll das Demosaicing auch für eine bessere Grundschärfe bei Raw-Aufnahmen sorgen. Diese lässt sich mit den erneuerten Schärfe-Einstellungen verbessern, die im Vergleich zum Vorgänger bei leichten Überschärfungen eine Kornstruktur statt Scharfzeichnungskanten aufzeigt. Eine angewendete Schärfung wird nun auch in kleineren als der 1:1-Darstellung angezeigt. Nach wie vor ist die Lightroom-Schärfung nur eine so genannte Aufnahmeschärfung - Anwender sollten Bildexporte aus Lightroom nochmals schärfen, wenn sie die endgültige Ausgabebildgröße festgelegt haben.

Die deutlichste Verbesserung bei den Entwicklungswerkzeugen zeigt sich bei der vormals fast unbrauchbaren Rauschreduzierung. Die nach Farb- und Luminanzrauschen getrennten Regler erlauben nun eine effektive Rauschreduzierung bei Aufnahmen mit hohen ISO-Werten, die bei Detailerhaltung und Schutz der Bildschärfe an die Leistung von Spezialisten wie Noise Ninja heranreicht.

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