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Test: Logitech MX Master

15.04.2015 | 10:45 Uhr |

Hochwertige drahtlose Maus von Logitech, die für ihren hohen Preis ein edles Design mit guter Konfigurierbarkeit kombiniert.

Logitechs neue High-End-Maus MX Master richtet sich an anspruchsvolle Büroanwender, Grafiker und Gamer. Die ergonomisch geformte Maus macht optisch was her, der Mix aus dunklen Materialien wirkt edel und bietet eine gute Haptik. Auch bei Gamern soll das 145 Gramm schwere Eingabebegerät Anklang finden, das Design ist aber weit seriöser als bei reinrassigen Gaming-Mäusen wie Mad Catz R.A.T oder der G700.

Zielgruppe sind vor allem Büroanwender und Grafiker, die bereit sind, für eine schnelle und präzise Maus knapp hundert Euro auszugeben. Mit bis zu drei Rechnern kann man die Maus pairen, ein Umschalter auf der Unterseite ermöglicht den schnellen Wechsel zwischen iMac und Macbook. Leider funktioniert diese „Bluetooth Smart“-Funktion nur unter OS X 10.10 und mit einem neueren Mac mit Bluetooth LE. Für eine sinnvolle Nutzung muss man außerdem die Software Logitech Options installieren, nur so kann man alle fünf Tasten und Scrollräder nutzen und konfigurieren. Als Bluetooth-Alternative liegt ein winziger USB-Funkempfänger bei, die Maus unterstützt neben Bluetooth nämlich die Anbindung per Funk, vom Hersteller „Logitech Unifying“ genannt.

Eine Besonderheit der Maus ist das Scrollrad, das zwei Modi kennt: Einen langsamen Präzisionsmodus mit Widerstand und leisem Klickgeräusch und einen lautlosen Schnellmodus namens „Freies Drehen“. Auf Wunsch wechselt die Maus automatisch zwischen den beiden Modi, alternativ erfolgt der Wechsel über eine Spezialtaste vor dem Scrollrad. Ein „Durchdrehen“ ermöglicht den schnellen Sprung ans Ende oder Anfang eines Dokuments oder einer Webseite. Ist man eine Standard-Maus gewöhnt, braucht man einige Zeit, um sich an das recht sensible Scrollrad zu gewöhnen, am Bedienkomfort gibt es nichts zu bemängeln. Die Optik arbeitet ausgezeichnet, auch auf problematischen Oberflächen arbeitet die Maus präzise und komfortabel. Die Position der Sondertasten über dem Daumen fanden wir aber etwas unbequem. Eine weitere Besonderheit ist ein Gestenschalter, der in die Daumenablage integriert ist. Er ist mit vierzehn Funktionen wie Exposé, Bildschirmfoto oder Zoomen belegbar und unterstützt vier Gesten.

Durch gleichzeitiges Drücken und Bewegen der Maus in vier Richtungen ändert man dann beispielsweise die Lautstärke, überspringt Songs, wechselt Desktops oder aktiviert eine der vierzehn Aktionen. Die Gestentaste finden wir interessant, sie ist aber wenig intuitiv und erfordert viel Eingabekraft. Gut: Ein integrierter Akku liefert laut Hersteller Energie für 40 Tage Nutzung, die Aufladung erfolgt per Micro-USB-Kabel. Grundsätzlich sollte man die Maus aber vor dem Kauf kurz ausprobieren, die ergonomische Form und das aufwendige Scrollrad sind nicht jedermanns Sache.

Empfehlung Logitech MX Master

Die Logitech Master macht einen überzeugenden Eindruck. Auch ohne Trackpad kann man mit ihr OS X-Funktionen nutzen, Mauszeiger und Scrollrad arbeiten schnell und präzise. Nutzer eines älteren Macs müssen allerdings zu einem USB-Adapter greifen und für Mobilanwender ist die Maus zu groß und schwer.

Logitech MX Master

Preis: € 99

Note: 1,4 sehr gut

Leistung (50%)    1,2

Ausstattung (30%)    1,5

Bedienung (10%)    2,0

Lokalisierung (10%)    1,0

Vorzüge: Präzise Abtastung, viele Funktionen, gute Ergonomie

Nachteile: Nur für Rechtshänder, Bluetooth 4.0 und OS X 10.10 für Bluetooth-Anbindung

Alternativen: G500, Razer Mamba, R.A.T 7

Ab OS X 10.8 bzw OS X 10.10 und Bluetooth LE

www.logitech.de

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