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Macspeech: Prima Diktieren in Word und Co

07.10.2009 | 17:30 Uhr |

Lange hat es gedauert, bis Dictate in deutscher Lokalisierung auf den Markt kam. Nun haben Mac-Anwender wieder die Option auf eine Spracherkennung, die ihnen fast immer aufs Wort gehorcht. Macwelt hat sie getestet.

Genügend Training vorausgesetzt erkennt Dictate die jeweilige Person erstaunlich gut.
Vergrößern Genügend Training vorausgesetzt erkennt Dictate die jeweilige Person erstaunlich gut.

Dictate ist der Nachfolger des deutlich in die Jahre gekommenen iListen von Macspeech. Das neue Diktierprogramm basiert auf der unter Windows bereits bewährten Sprachengine von Dragon Naturally Speaking. Nach der Installation ist lediglich ein kurzer Text zu diktieren, bevor das Mikrofon des von Macspeech zertifizierten, aber optionalen Plantronics-Headsets (75 Euro zusätzlich) auf die eigene Stimme eingestellt ist und es richtig losgehen kann. Nach 15 bis 20 Minuten ist das komplette Eingangsprozedere erledigt. Es schadet aber nicht, möglichst bald vorliegende eigene Texte durch Dictate analysieren zu lassen, was im Unterschied zu früheren iListen-Versionen jetzt zuverlässig funktioniert. Damit wird der Spracherkennung auch selteneres und für bestimmte Zwecke proprietäres Vokabular umstandslos hinzugefügt.

Die Spracherkennung klappt bestens

Zunächst sprechen wir munter in das Mikrofon hinein, was uns gerade einfällt, um die Flexibilität und Erkennungsgenauigkeit von Dictate mit Alltagssprache zu testen. Anschließend werden Abschnitte aus verschiedenen Sachbüchern (medizinisch, psychologisch, religiös) sowie aus einem anspruchsvollen Roman ( Das Spiel des Engels von Carlos Ruiz Zafón) diktiert, die das Programm mit erstaunlicher Präzision auf den Bildschirm zaubert. Dabei laufen die Zeilen geschmeidig über das Display, im Texterkennungsfenster lassen sich gegebenenfalls Wörter und Phrasen korrigieren. Die Anzahl der erwünschten Korrekturvorschläge lässt sich einstellen, sinnvoll sind nach unserer Erfahrung fünf oder sechs Alternativen. In diesem Bereich erkennt Dictate fast immer die korrekte Wendung. Selbst in diesen Zeilen für die Korrektur kann man die richtigen Wörter per Sprache, auch buchstabiert, eingeben, immer aber ist das nicht sinnvoll.

"Goldene Regel": Nicht immer realisierbar

Die Sprachsteuerung des Rechners muss noch verbessert werden.
Vergrößern Die Sprachsteuerung des Rechners muss noch verbessert werden.

Ab und zu kommt man auch in Dictate mit Maus und Tastatur am schnellsten zum Ziel. Und gelegentlich geht es gar nicht anders. Denn zwar empfiehlt Macspeech in seiner "Goldenen Regel", die Finger beim Diktieren möglichst nicht für Eingaben und Korrekturen zu benutzen, aber speziell in Öffnungsdialogen kann man leider nicht immer ohne die physische Einflussnahme zum Ziel gelangen. Beispielsweise lassen sich Ordner oder Dokumente nicht durch Aufruf ihrer Bezeichnung oder ihres Namens öffnen, wie das etwa in IBM Via Voice für Windows geht.

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