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Maya 2008

12.03.2008 | 14:05 Uhr |

Mit Maya 2008 kommen endlich auch die Mac-Anwender in den Genuss der unlimitierten Version der High-End-3D-Software

Röntgenblick. Die neue Shading-Option "X-Ray Joints" blendet das komplette Joint-Gerüst ein und kann nicht von anderen Objekten überdeckt werden.
Vergrößern Röntgenblick. Die neue Shading-Option "X-Ray Joints" blendet das komplette Joint-Gerüst ein und kann nicht von anderen Objekten überdeckt werden.

Seit der Vorstellung der ersten Version von Maya für Mac-OS X im Jahr 2001 wissen auch die Mac-Anwender, dass "complete" nicht gleichbedeutend mit "vollständig" sein muss. Es sollte bis zum September 2007 dauern, bis der neue Besitzer Autodesk mit Maya in der Version 2008 die Verfügbarkeit der Pakete Complete und Unlimited für alle Plattformen ankündigen konnte. Doch nicht nur die unlimitierte Version ist für Mac-Anwender ein Novum. Da Maya endlich als Universal Binary vorliegt, kommen jetzt auch 3D-Profis mit einem Intel-Prozessor zu einem nativ lauffähigen Programm.

Mit Geduld und Spucke

Der Weg bis zum Programmstart weist in unserem Test einige Hürden auf: Bei der Installation von Maya 2008 wird ein rechnerspezifischer Hardwareschlüssel erstellt, für den man anschließend online oder per E-Mail einen Lizenzcode beantragen muss. Nachdem uns die Online-Registrierung eine invalide Seriennummer bescheinigt und der daraufhin vom europäischen Service generierte Code ebenfalls nicht funktioniert, kann uns schließlich doch noch ein freundlicher Autodesk-Mitarbeiter per Telefon und E-Mail einen passenden Lizenzschlüssel zusammenbasteln.

Wir lassen die Bedienoberfläche, die sich seit der Premiere auf dem Mac kaum verändert hat, als zweckmäßig durchgehen. Allerdings sollte es sich mittlerweile herumgesprochen haben, dass weiße Oberflächen auf die Dauer anstrengen und besonders Mac-Anwender für etwas Liebe zum Detail sehr dankbar sind. Speziell, wenn das Thema Workflow bei jeder Programmrevision laut Hersteller im Vordergrund steht. Trotzdem dürften Profis, die ihre Brötchen bei der Arbeit mit Maya verdienen, diese Aspekte vermutlich hintanstellen und sich auf die Kernkompetenzen des 3D-Boliden konzentrieren. Schließlich hat sich auch ein Michael Schumacher nie über eine fehlende Sitzheizung in seinem Arbeitsgerät beschwert.

Als einzige echte Neuheit im Arbeitsbereich fällt der View Cube sofort ins Auge. Per Klick auf das gewünschte Ansichtsfeld wechselt man schnell in eine andere Perspektive, mit gedrückter Maustaste lässt sich die Ansicht sogar drehen. Schade, dass nicht auch an eine Möglichkeit zum Zoomen gedacht wurde.

Röntgenblick. Die neue Shading-Option "X-Ray Joints" blendet das komplette Joint-Gerüst ein und kann nicht von anderen Objekten überdeckt werden.
Vergrößern Röntgenblick. Die neue Shading-Option "X-Ray Joints" blendet das komplette Joint-Gerüst ein und kann nicht von anderen Objekten überdeckt werden.

Zur Erleichterung der gezielten Selektion von Komponenten einer Szene befinden sich im Shading-Menü der Kamera zwei neue Optionen. Über "X-Ray Joints" blendet man alle Joints eines Skeletts ein, ohne dass ein eventuell darüber liegendes Objekt sie verdeckt. Ähnlich funktioniert die Option "X-Ray Active Components", die auch die selektierten Elemente zeigt, die sich auf der Rückseite eines Objektes befinden.

Ansichtssache Mit dem View Cube lassen sich die Perspektiven sehr intuitiv auswählen und drehen.
Vergrößern Ansichtssache Mit dem View Cube lassen sich die Perspektiven sehr intuitiv auswählen und drehen.

Die Funktion "Replace Objects" gestaltet den Austausch eines Objektes durch ein anderes sehr einfach. Auf Wunsch kann man das neue Objekt als Kopie, Referenz oder Instanz einsetzen.

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