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Mcubed Rip NAS im Test: Audio-CDs automatisch digitalisieren

12.02.2010 | 10:21 Uhr |

Die Netz-Festplatte Rip NAS hat ein CD-Laufwerk. Schiebt man eine Audio-CD ein, importiert das Gerät automatisch die Lieder auf seine Festplatte.

Die Akzeptanz derer, die sich zum Musikhören nicht mit Technik beschäftigen wollen, steigt mit der Einfachheit der Geräte. Hochwertige Musikplayer von Linn, Logitech und T+A sorgen für die Musikwiedergabe, iPhone-Apps oder Touchscreenfernbedienungen für die komfortable Bedienung. Als letztes Glied muss der Musik-Server auf einfache Handhabung getrimmt werden.

Hier setzt der Rip NAS von Mcubed an. Der Blick auf die Rückseite mit den für PC üblichen Schnittstellen und der Windows Home Server Aufkleber lässt den eingefleischten Mac-User erst einmal erschrecken. Aber so schlimm ist es nicht. Einfach nur die CD einlegen, das Rippen, Taggen und die Suche nach dem Album-Cover macht der Rip NAS selbständig. Wenn die CD gleich wieder ausgeworfen wird, dann kann er keine Titelinformation finden und sie nicht taggen. Wer sie trotzdem auf den Server gerippt haben möchte, schiebt sie gleich wieder rein, das Taggen muss dann von Hand geschehen. So weit, so einfach. Eine kurze Überprüfung ergibt jedoch, dass er von unseren getesteten 47 CDs einige Cover nicht findet und auch das Taggen bei zwei CDs nicht vollständig klappt. Wer dieses Problem lösen möchte, muss sich in die Niederungen von Windows begeben und beispielsweise für die Coverzuweisung Extra Programme installieren. Eine Hilfe hierzu gibt es nur im Forum.

Die Verbindung zum Windows Home Server erfolgt über das Programm Remotedesktopverbindung von Microsoft. Den Hinweis hierzu findet man jedoch nur auf der Homepage des Herstellers und nicht im englischen Handbuch. Nur wer diesen Weg geht, kann beispielsweise feststellen, ob es Fehler beim Rippen gab - bei uns sind es gleich drei Tracks. Diese werden dann löblicherweise in eine Quarantäne geschickt, wo sie keinen Schaden anrichten können. Über die nicht sehr komfortable Windows Home Server Console wird auch der Ripper und der Server angepasst. Aber das ist eigentlich nicht nötig, beispielsweise geschieht die Umstellung der Formate von FLAC auf ALAC durch eine Konfigurations-CD. Einfach einschieben, die Einstellungen werden automatisch geändert und die CD ausgeworfen. Das ist genial einfach.

Von der kleinen Hürde, die in unserem Fall von seltenen CD-Samplern oder brandaktuellen CDs stammen, funktioniert das Einlesen und Verwalten wie versprochen einfach. Über die automatische Einstufung der Genres lässt sich natürlich streiten, aber Carla Bruni ist sicher nicht Rock. Hier würde man sich einen einfachen Zugriff mit Änderungsmöglichkeiten wünschen.

Und als Server? Unauffällig und problemlos. Ob mit Playern von Linn, der Squeezebox oder iTunes, der Zugriff klappt immer. Als Fileserver ist der Rip NAS hingegen nur Mittelklasse. Zwar glänzt er mit einer Nutzerverwaltung, aber die Datenraten um die 10 MB/s sind nicht berauschend.

Empfehlung

Die gute Serverausstattung des Rip NAS für iTunes, Squeezebox und UPnP überzeugen und er gefällt mit guter Kompatibilitä, bei entsprechenden Playern sogar mit Alben-Cover. Kompliziert wird es erst, wenn man TAGs ändern möchte, dann wird es windowsmäßig und passt nicht mehr zum Anspruch. Für Mac-User wäre auch eine Anpassung der Anleitung wünschenswert. Als Musikserver, und dafür ist er konzipiert, ist er eine Empfehlung. tb

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