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Medien katalogisieren mit Neo Finder

03.11.2014 | 12:11 Uhr |

Bewährte Katalogsoftware, mit der man komfortabel ausgelagerte Daten erfassen und durchsuchen kann.

Als Nutzer eines Macs mit SSD ist man schnell gezwungen, Daten auf externe Festplatten oder andere Speichermedien auszulagern. Bei der Organisation und dem Durchsuchen dieser Daten ist eine Katalogsoftware wie Neo Finder eine große Hilfe. In kurzer Zeit kann man damit ganze Foto- und Videoarchive auf externen Medien erfassen und den Inhalt als platzsparende Katalogdatei auf dem eigenen Rechner speichern. Sehr gut eignen sich diese Kataloge für die Verwaltung von Mediendateien. So speichert der Neo Finder bei Fotos eine Mini-Vorschaudatei, Größe und Farbtiefe sowie Adobe XMP, EXIF- und GPS-Daten. Bei Audiodateien erfasst das Tool enthaltene Coverbilder  und Songtexte. Beim Katalogisieren von Videodateien erstellt das Tool automatisch ein Vorschaubild und auf Wunsch sogar einen Kontaktabzug mit mehreren Standbildern.

Ist das Tool ffmpeg installiert, erstellt die Software sogar Vorschaubilder für nicht mit Quicktime kompatible Videodateien. Das gilt leider nicht bei der Kontaktabzug-Erstellung, hier werden offenbar nur mit Quicktime-Formate unterstützt. Ansonsten ist gerade die Unterstützung vieler Dateiformat eine Stärke der Software. Neben üblichen Medienformaten, RAW-Fotos, Officedateien, EPS und PDFs gehören dazu Grafikdateien von Programmen wie PowerCADD, Xpress, Indesign und Illustrator. Inhalte von Zip-Dateien erfasst die Datenbanksoftware gleichfalls, Katalogdateien von vielen Konkurrenzprodukten sind importierbar. Selbst höheren Ansprüchen kann die Suchfunktion genügen. Zusätzlich zu einer Volltextsuche kann man wie im Finder intelligente Suchanfragen nutzen und als intelligenten Ordner speichern: Beispielsweise eine Suche nach einem Bild mit bestimmten Schlagwort, Datum und Größe. Die gemeinsame Nutzung der Katalogdateien in einem Firmennetz ist möglich, setzt aber eine Business-Lizenz für 99 Euro voraus. Letztere unterstützt zusätzlich die automatische Aktualisierung von Katalogen. Für die Windows-Anwender im Betrieb gibt es das auf Neo Finder basierende Abewindows, das die Neo Finder-Kataloge direkt nutzen kann. Insgesamt macht die Software in unserem Test einen sehr soliden Eindruck, überzeugend sind sowohl Bedienkomfort als auch Performance: Für das Katalogisieren einer 1TB-Festplatte mit 1200 Videodateien benötigt die Software gerade einmal 34 Minuten, ein gutes Ergebnis. Ein Kritikpunkt: Eine deutschsprachige Version des Nutzerhandbuchs ist leider noch nicht verfügbar. Das ist schade, da man für manche Profi-Funktion eine Anleitung benötigt. Eine iOS-Version ist angekündigt, war bei Redaktionsschluss aber leider noch nicht verfügbar. Ab Neo Finder 6.0 ist das Upgrade kostenlos, ein Upgrade vom Vorläufer CD Finder kostet 20 Euro.

Empfehlung Neo Finder

Neo Finder ist eine komfortable und leistungsfähige Katalogsoftware, die sich sowohl für Heimanwender als berufliche Anwender eignet. Interessant ist die Software vor allem für Anwender, die Daten auf externe Festplatten oder andere Medien ausgelagert haben.

Neo Finder

Preis: Euro 29

Note: 1,7 gut

Leistung (50%)   1,5

Ausstattung (30%)   1,8

Bedienung (10%)    1,9

Dokumentation (10%)    2,0

Vorzüge: Einfache Bedienung, zeigt wichtigste Systemdaten

Nachteile: Keine Erläuterungen, keine Zusatzinformationen

Alternativen: Disk Catalog Maker, Tri Catalog, Auto Cat, Disk Library

Ab OS X 10.6

West Forest Systems

www.cdfinder.de

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