Test: Medienplayer
WD TV Live Hub
Mit dem WD TV Live Hub präsentiert Western Digital die dritte Generation seiner Medienplayer-Linie
Das full-HD-fähige (1080p) Gerät ist nun nicht nur ein Streaming-Client, sondern kann auch auf eine interne 1-TB-Festplatte (natürlich aus eigener Fabrikation) zugreifen. Geräteausmaße und Fernbedienung von WD TV Live Hub fallen nun größer aus als bei den Vorgängern.
Komplett neu ist auch die mehrsprachige, auf den Namen Mochi getaufte Oberfläche, die gegenüber dem Vorgänger an Funktionsumfang zugelegt hat, aber trotzdem sehr einfach in Konfiguration und Navigation zu bedienen ist. Beim Streaming verhält sich das Gerät bidirektional: Es ist nicht nur Client, sondern kann von seiner internen oder angeschlossenen Festplatten (zwei USB-Anschlüsse) auch an andere DLNA/UPnP-fähige Geräte im Netzwerk streamen. Dazu ist im WD TV Live Hub ein Twonkey-Media-Server integriert; für Musikbibliotheken gibt es zudem einen iTunes-Server. Im Netzwerk wird das Gerät am besten über Ethernet an den (W)LAN-Router angeschlossen, drahtlos geht es nur über einen zusätzlichen USB-Stick. Zu den Hardware-Schnittstellen, neben den erwähnten sind dies HDMI 1.4, optischer Toslink und AV-Out, gesellt sich neu ein Komponenten-Anschluss.
Laut Herstellerinformation beherrscht der
WD TV Live Hub alle gängigen Medien- und Container-Formate für Film, Audio und Fotos, der verwendete Sigma-SMP8654-DSP kann im Test jedoch einzelne Matroska-Dateien nicht richtig abspielen und kommt bei einigen sehr langen AVI- und MPG2-Dateien mitten im Film ins Stottern. DVD-Rips werden mit kurzen Pausen zwischen den Video_TS-Dateien wiedergegeben. Unsere Empfehlung ist, Full-HD-Filmdateien auf die interne Festplatte des WD TV Live Hub zu überspielen. Der WD TV Live Hub ist auch über bereitgestellte Dienste internetfähig. So kann man auf Facebook-, Flickr- und Youtube-Medieninhalte zugreifen, den Wetterdienst Accuweather.com nutzen oder Bezahldienste aus dem Netz in Anspruch nehmen. Trotz mehrerer Firmware-Updates im Testzeitraum fehlen immer noch deutschsprachige Angebote, außerdem sind mit Pandora, Blockbuster und Netflix Internet-Dienste integriert, die sich nur in den USA nutzen lassen.
Western Digital TV Live Hub
Medienstreamer und -Client mit interner Festplatte
Preis: 190 CHF 270
Note 2,1 gut
Leistung (50%) 2,3
Ausstattung (20%) 2,0
Handhabung (20%) 1,4
Verbrauch/Ergonomie (10%) 2,6
Vorteile: einfache Anwendung, gleichzeitig Streamer und Client, integrierte Dienste und Server, Gert und Fernbedienung ber Webbrowser konfigurierbar
Nachteile: Aussetzer bei einigen langen AVI- und MKV-Filmen, hoher Standby-Verbrauch, noch keine deutschsprachigen Internet-Dienste, kein USB-Anschluss an Mac/PC mglich, nur Stromanschlusskabel im Lieferumfang
Alternative: Fantec MM-FHDL, Iomega Screenplay Plus, La Cinema Classic HD
Medienstreamer und -client, 1 TB 2,5 Festplatte, Sigma SMP8654, Gigabit-Ethernet, 2 x USB 2.0, HDMI 1.4, optischer Toslink, Composite und Component AV, Stromverbrauch Festplattenbetrieb 6,7 Watt, Standby 5,5 Watt
Info: Western Digital
Empfehlung
Schicke Oberfläche, einfach zu konfigurieren und zu bedienen, Client und Streamer zugleich. Das sind neben der guten, scharfen Filmwiedergabe die großen Vorteile des WD TV Live Hub. Der Preis von 190 Euro geht wegen der internen 1-TB-Festplatte in Ordnung.






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