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Netzlaufwerke für Time Machine

07.12.2010 | 14:52 Uhr |

La Cie und Western Digital bieten Netzlaufwerke mit Unterstützung von Time-Machine-Backups an

Netzlaufwerke mit Unterstützung für Time Machine gab es bisher in Form der Time Capsule nur von Apple. La Cie und Western Digital bieten nun ebenfalls Netzlaufwerke an, die laut Hersteller Time Machine unterstützen. Im Test werden das My Book Live von Western Digital und das Network Space 2 von La Cie einwandfrei von Time Machine erkannt und es gibt keine Probleme, die Sicherungen durchzuführen und aus dem Backup Daten wiederherzustellen. Auch das Unterbrechen der Netzverbindung während eines Backups bringt Time Machine nicht aus dem Konzept. Beide Geräte waren jeweils 14 Tage im Einsatz.

Network Space 2 von La Cie
Vergrößern Network Space 2 von La Cie

Bei La Cie mussten wir aber zuerst die Laufwerks-Software auf den aktuellen Stand bringen. Beide Geräte entsprechen aber nicht ganz den von Apple veröffentlichten Spezifikationen für Time-Machine-Server, da ihrer Software zwei Funktionen fehlen (Lock Stealing und Server Reply Cache). Darum erscheinen im Protokoll von Time Machine auch jeweils Warnmeldungen. Laut Aussage von Western Digital stellt dies aber kein Problem dar. Trotzdem ist nicht ganz auszuschließen, dass langfristig deswegen nicht doch ein Problem auftreten könnte.

Netzlaufwerke für Time Machine

My Book Live 2 GB

Network Space 2

NAS-Laufwerk mit Time-Machine-Unterstützung

NAS-Laufwerk mit Time-Machine-Unterstützung

Western Digital

La Cie

Preis: € 180, CHF 236

Preis: € 100, CHF 131

Note: 1,8 gut

Note: 1,9 gut

Leistung (40%)

Leistung (40%)

Ausstattung (30%)

Ausstattung (30%)

Handhabung (20%)

Handhabung (20%)

Ergonomie (10%)

Ergonomie (10%)

Vorteile:schnell, übersichtliche Konfiguration, Bonjour-Unterstützung

Bonjour-Unterstützung, USB-Anschluss, Netzschalter

Nachteile:Kein Netzschalter, kein USB-Anschluss

Web-Interface etwas unübersichtlich, langsame Schreibraten

Ab Mac-OS X 10.5.x

Ab Mac-OS X 10.5.x

Einfach einzurichten

Beide Netzlaufwerke unterstützen nicht nur AFP (Apple Filing Protocol) für den Datentransfer, sondern auch Bonjour. Darum erscheinen die Laufwerke automatisch im Finder und man kann sofort auf den standardmäßig verfügbaren öffentlichen Ordner zugreifen. Auch Safari listet die Laufwerke unter "Bonjour" auf, sodass sich mit einem Mausklick das Web-Interface der Laufwerke öffnet, ohne dass man IP-Adressen eintippen muss.

My Book Live von Western Digital
Vergrößern My Book Live von Western Digital

Western Digital hat sich mit der Bedienoberfläche besonders viel Mühe gegeben und sie sehr übersichtlich gestaltet, aber auch bei La Cie findet man sich recht schnell zurecht, ohne das Handbuch studieren zu müssen. Interessanterweise wird dort die Bonjour-Unterstützung in Safari nicht erwähnt. Zusätzlich gibt es für jedes Laufwerk eine Software, die auch ein Menü-Extra installiert. Über dieses kann man auf einige Funktionen der Laufwerke zugreifen, notwendig ist die Installation aber nicht.

Auf den Laufwerken lassen sich über das Web-Interface weitere Benutzer einrichten, auf deren Daten dann nur nach Eingabe des Passworts zugegriffen werden kann. Der öffentliche Ordner ist dagegen für jeden im Netz zugänglich. Beide NAS-Laufwerke unterstützen zudem iTunes, wobei sich La Cie auf Musik beschränkt, während man bei Western Digital auch Filme abspielen kann. Die Laufwerke erscheinen in iTunes unter "Freigaben" und man kann dann auf die Medien zugreifen, die im öffentlichen Ordner der Laufwerke abgelegt sind.

Bei der Schreibgeschwindigkeit über eine Gigabit-Ethernet-Verbindung (Mac Mini) liegt das My Book Live mit 43 MB/s deutlich vor der Network Space 2 mit 21 MB/s, beim Lesen liegen die Werte mit 47 MB/s (WD) und 43 MB/s (La Cie) dagegen recht nahe beieinander. Beim durchschnittlichen Stromverbrauch, den wir jeweils über mehrere Tage gemessen haben, liegt das My Book Live mit 5,5 W/h vor der Network Space 2 mit 6,8 W/h.

Empfehlung

Schneller und etwas einfacher zu bedienen ist das My Book Live von Western Digital. Man muss aber auf den Anschluss einer zusätzlichen USB-Festplatte oder eines Druckes verzichten. Beide Geräte entsprechen zudem nicht ganz den Apple-Spezifikationen für Time Machine.

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