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Test Netzwerkfestplatten

29.09.2005 | 13:00 Uhr |

Heute geht es ab ins Testcenter: Macwelt-Hardwarechef Christian Möller überprüft den Datendurchsatz der NAS (Network Attached Storage)-Systeme und die Kompatibilität am Mac. Energieverbrauch und Geräuschentwickung sind auch Testkriterien.

Ein Dämpfer vorweg: Keines der Testgeräte reicht an das in der Praxis gültige Limit von neun Megabyte pro Sekunde heran. Die meisten Geräte liegen zwischen sechs und sieben Megabyte pro Sekunde. Zur Erinnerung: Eine externe Firewire-800-Festplatte erreicht bis zu 50 MB/s – also gut zehnmal mehr.

Doch Transferrate ist nicht alles, Netzwerkfestplatten spielen ihre Vorteile in anderen Bereichen aus. Das besondere: Man kann von mehreren Computern gleichzeitig auf den Speicher zugreifen. Technisch bedingt sinkt dabei allerdings die Transferleistung, je mehr Benutzer Daten simultan übertragen. Das Lastverhalten messen wir in einem heterogenen Netzwerk aus bis zu fünf verschiedenen Macs und Windows-PCs, wobei wir unterschiedliche Mac-OS-X-Versionen von 10.2.8 bis 10.4.2 sowie Windows XP einsetzen.

Besonders gut schlägt sich in dieser Disziplin die Linkstation von Buffalo. Sie bleibt auch bei voller Last noch gut erreichbar und liefert die Daten flott an alle Client-Rechner aus. Schlusslicht im Lasttest ist das Gerät von Allnet. Schon bei zwei Clients sinkt die Transferrate auf unter ein Megabyte pro Sekunde.

Die Transferraten bei großen Dateien ist eine Sache – kopiert oder verschiebt man viele kleine Dateien, erhält man unter Umständen ganz andere Resultate. Alle Testgeräte benötigen hier wesentlich mehr Zeit. Unser Praxistest beinhaltet gut 4000 kleine Dateien und Ordner, die wir auf das NAS kopieren und dort per Finder mit Befehl-D duplizieren. Den besten Wert erreicht die Buffalo Linkstation, aber auch hier warten wir 13 Minuten, bis alle Daten dupliziert sind. Den Vogel schießt das NAS von Iomega ab, das die Aufgabe erst nach über 47 Minuten erledigt hat. Das Ergebnis der Aktion ist klar: Diese Aufgabe überfordert jedes NAS. Man sollte eine Netzwerkfestplatte also hauptsächlich zum Speichern von mittelgroßen bis großen Dateien verwenden.

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