Von Thomas Armbrüster, Thomas Bergbold - 31.03.2008, 12:50

Test Netzwerkspeicher

Apple Time Capsule

Mit Time Capsule geht Apple unter die Hersteller von Netzwerk-Speichersystemen. Das Gerät vereint eine Airport-Extreme-Basisstation und eine Festplatte mit wahlweise 500 Gigabyte oder einem Terabyte. Es soll dabei der ideale Begleiter für die Backup-Software Time Machine sein.
Time Machine als einfache und benutzerfreundliche Backuplösung verlangt nach einer Auseinandersetzung mit den passenden Speichermöglichkeiten. Herkömmliche Lösungen wie der Anschluss einer externen Festplatte haben bei mobilen Rechnern wie Macbook und Macbook Pro einen großen Nachteil: Man muss sie auch anschließen. Sehr viel einfacher lassen sich drahtlose Lösungen handhaben, wie das speziell auf Time Machine abgestimmte Time Capsule von Apple. Neben der Möglichkeit, die in Time Capsule integrierte Festplatte via Airport zu verwenden, kann diese auch über die Gigabit-Ethernet-Schnittstelle angesprochen werden.

Daneben lässt sie sich direkt für Time Machine benutzen. Time Machine verwendet für das Backup nur den Speicherplatz, der nicht von anderen Daten belegt ist. Anders als bei der Airport-Extreme-Station erkennt Time Machine auch eine per USB an Time Capsule angeschlossene Festplatte als gültiges Backup-Laufwerk.

Einrichtung

Hat man schon eine andere Airport-Station, kann man bei der Einrichtung von Time Capsule mit dem Assistenten des Airport-Dienstprogramms die Einstellungen von dieser Station übertragen. Die alte Station muss dazu eingeschaltet sein. Time Capsule übernimmt den Namen des Netzwerks, die Netzeinstellungen und den Account für den Internet-Zugang. Nur die Passwörter muss man neu eintippen.
Damit Time Machine und der Finder auf die Festplatte von Time Capsule zugreifen können, aktiviert man Filesharing im Airport-Dienstprogramm und legt ein Passwort fest. Das kann entweder das Kennwort der Station sein oder ein separates Passwort nur für den Zugriff auf die Festplatte. Alternativ richtet man Accounts mit Benutzernamen, Passwort und Zugriffsrechten ein, die man dann beim Zugriff über den Finder benutzt. Dann hat jeder Benutzer einen eigenen Bereich auf der Festplatte und sieht nach der Anmeldung nur seine eigenen Daten. Der Gastzugriff lässt sich deaktivieren.
Da es sich bei Time Capsule um ein Netzlaufwerk handelt, kann das Festplatten-Dienstprogramm nicht auf die Festplatte zugreifen, um diese zu löschen. Diese Aufgabe übernimmt deshalb das Airport-Dienstprogramm. Im Test bleibt Time Capsule allerdings beim Löschversuch hängen und muss vom Stromnetz getrennt werden, um die Station neu zu starten.
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