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Test Sibelius First: Notation-Software

27.05.2010 | 12:32 Uhr |

Komponieren wie einst Bach und Mozart nur einfacher und schneller - das verspricht die Notationssoftware Sibelius First. Bei unserem Test kann sie das Versprechen halten

Bei Sibelius First handelt es sich um eine abgespeckte Version der Notationssoftware Sibelius 6. Diese Software wurde 1999 erstmals in der Mac-Version 1.0 vorgestellt. Sibelius First soll dem Anwender beim Komponieren, Arrangieren, Spielen und Veröffentlichen von Musikstücken helfen, und zwar in Kategorien wie Klassik, Jazz, Band, Vokal oder Filmmusik. Im Vordergrund stehen bei Sibelius immer Noten und nicht wie bei anderen Soundstudios Arrangierfelder oder Mixer.

Nach dem von einem flotten Gitarrrensolo untermalten Start begrüßt den Anwender der Schnellstart-Assistent von Sibelius First. Dieser verschafft einen ersten Einblick in den Funktionsumfang. Mit dem Partitur-Assistent kann man eine bestehende Vorlage öffnen, eine Partitur von Grund auf neu beginnen, gedruckte Noten einscannen, Noten transkribieren oder sich eine Einführungstour ansehen.

Dabei hat der Anwender die Wahl zwischen den Stilrichtungen Chor, Blues, Country, Latin, Reggae, Rock, Klassik, Funk, Jazz und Pop. Nach ein paar weiteren Fragen öffnet der Assistent eine Vorlage mit dem Notationsarbeitsblatt. Dies ist das Hauptfenster von Sibelius First. Hier kann man sich ein Keyboard, das Griffbrett einer Gitarre oder den Mixer einblenden lassen. Die Software erlaubt es entweder mit dem Notenblatt an der Partitur zu arbeiten oder sie zeichnet fortlaufend alle Noten auf, die man wie man gewohnt auf der Klaviatur oder einer angeschlossenen Gitarre spielt. Sibelius zeigt während des Abspielens einer Komposition die entsprechenden Tasten auf dem Keyboard respektive die gedrückten Saiten auf dem Griffbrett. Vor allem für Anfänger ist diese Option ebenso hilfreich wie die mitgelieferte Ideensammlung, die man einfach auswählen und an einem beliebigen Ort einsetzen kann. Sibelius kümmert sich dann um den Rest. Vorbildlich ist das Handbuch, das nicht nur das Programm erklärt, sondern gleich zu Beginn darauf hinweist, wie man ein Midi-Gerät am Mac richtig anschließt. Anschließen führt es mit drei Beispiel-Projekten in die einzelnen Funktionen des Programms ein. Der Hersteller Avid bietet als zusätzlichen Service eine Website an (www.sibeliusmusic.com) auf der man seine Stücke hochladen und zum Verkauf anbieten kann.

Empfehlung

Sibelius First ist eine ausgewachsene Notationssoftware für Anfänger wie Fortgeschrittene. Wer auf den vollen Funktionsumfang angewiesen ist, sollte sich den großen Bruder Sibelius 6 ansehen. Etwas intuitiver könnte die Bedienung von Sibelius First noch sein, aber schon nach einer kurzen Einarbeitungszeit weisen die Möglichkeiten, die First bietet, über den Amateur-Status hinaus. Die eingebaute Hilfe ist gut aufgebaut und hilft somit in kurzer Zeit, den Überblick zu gewinnen. mb

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