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Test Power Macs G5: Doppelt kernig

24.11.2005 | 12:18 Uhr |

Wie in unserem Jahresausblick im Januar vorhergesagt leitet Apple nun das Doppelkern-Zeitalter für Macs ein. Der Mac-Hersteller nutzt die Chance und verbessert nicht nur die CPU, sondern auch die gesamte Systemarchitektur. Schnellerer Speicher und PCI Express versprechen neben den Prozessor-Verbesserungen zusätzliche Leistung.

power mac g5
Vergrößern power mac g5

Neue Prozessoren

Der 970MP-Doppelkern-Prozessor hat viel zu bieten. Der Cache des Vorgängers 970FX war mit 512 Kilobyte für moderne Maßstäbe unterdimensioniert, der 970MP verdoppelt diesen auf ein Megabyte pro Kern. IBM hat den Stromverbrauch gesenkt und weitere neue Techniken zum Stromsparen integriert. Im Maximalfall braucht der Chip trotz verdoppeltem Cache und zwei Kernen bei 2,5 GHz nur 100 Watt. Dank mehrstufiger, für beide Kerne getrennt arbeitender Reduzierung des Taktes kann der Verbrauch bis auf neun Watt sinken, wenn wenig zu tun ist. Zum Vergleich: Intels neuer Dualcore Xeon verbraucht bei 2,8 GHz maximal 150 Watt, AMDs 2,4 GHz Dualcore Opteron ist für 95 Watt spezifiziert.

Neue Architektur

Der erste Blick auf die technischen Daten der neuen Single-Dualcores kann zu der Annahme verleiten, dass der einzelne Frontsidebus ein Nachteil ist, denn die gleich getakteten Vorgängermodelle hatten für jeden Kern einen Frontsidebus. In unseren Tests stellt sich jedoch heraus, dass die neuen Modelle den direkten Vorgängern überlegen sind, teilweise sogar deutlich. Der Grund hierfür: Flaschenhals Nummer eins ist und war beim G5 nicht der Frontsidebus, sondern der Speicher selbst. Der neue Dualchannel-DDR533-Speicher verbessert den Brutto-Speicherdurchsatz um ein Drittel von 6,4 Gigabyte pro Sekunde auf 8,5. Netto messen wir ebenfalls fast ein Drittel mehr.

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